Glossar
Terminologie der europäischen Politik der allgemeinen und beruflichen Bildung
Dieses Glossar enthält eine Auswahl von 100 Begriffen, die in der Politik der allgemeinen und beruflichen Bildung in Europa verwendet werden. Es ist für Forschende, Praktikerinnen und Praktiker und alle Akteurinnen und Akteure der allgemeinen und beruflichen Bildung bestimmt. Es gibt keinen erschöpfenden Überblick über die in Fachkreisen verwendete Terminologie, sondern stellt ausgewählte Schlüsselbegriffe bereit, die für das Verständnis der aktuellen Politik der allgemeinen und beruflichen Bildung in Europa zentrale Bedeutung besitzen.
Dieses Glossar wurde in Kooperation mit der Europäischen Stiftung für Berufsbildung (ETF), der Europäischen Kommission (GD Bildung und Kultur) und Eurydice (dem Informationsnetz zum Bildungswesen in Europa) erarbeitet. Es berücksichtigt eine Reihe jüngerer politischer Entwicklungen. Von besonderer Bedeutung sind in diesem Zusammenhang die folgenden Entwicklungen:
- der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) für lebenslanges Lernen, ein Referenzinstruments für den Vergleich der Qualifikationsniveaus in nationalen und sektoralen Systemen;
- das europäische Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET) zur Unterstützung der internationalen Übertragbarkeit, Akkumulierung und Anerkennung von Lernergebnissen.
Begriff suchen
-
Akkreditierung eines Anbieters aus dem Bereich allgemeine oder berufliche Bildung
- Definition
- Qualitätssicherungsverfahren, in dessen Rahmen ein Anbieter der allgemeinen oder beruflichen Bildung einen akkreditierten Status erhält, der als Nachweis gilt, dass er von den zuständigen Rechtsetzungsorganen oder berufsständischen Organisationen genehmigt wurde, da er bestimmte festgelegte Standards erfüllt.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Canadian Information Centre for International Credentials.
- Verwandte Verben
-  
-
Akkreditierung eines Bildungs- oder Ausbildungsprogramms
- Definition
- Qualitätssicherungsverfahren, in dessen Rahmen ein Programm der allgemeinen oder beruflichen Bildung einen akkreditierten Status erhält, der als Nachweis gilt, dass es von den zuständigen Rechtsetzungsorganen oder berufsständischen Organisationen genehmigt wurde, da es bestimmte festgelegte Standards erfüllt.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Canadian Information Centre for International Credentials.
- Verwandte Verben
-  
-
alternierende Ausbildung / duale Ausbildung
- Definition
- Bezeichnet Programme, die Bildung und Ausbildung im Wechsel zwischen Bildungseinrichtung oder Ausbildungszentrum und Betrieb vermitteln. Dieser Wechsel zwischen den verschiedenen Lernorten kann auf wöchentlicher, monatlicher oder jährlicher Basis organisiert sein. Je nach Land und zutreffendem Status können die Teilnehmer einen Vertrag mit dem Arbeitgeber schließen und/oder ein Arbeitsentgelt beziehen.
- Comments
- Das „duale System“ der Berufsausbildung in Deutschland ist ein Beispiel für die alternierende Ausbildung.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Lehrlingsausbildung / Lehre
-
Analyse des Ausbildungsbedarfs
- Definition
- Systematische Analyse des aktuellen und künftigen Qualifikationsbedarfs vor dem Hintergrund der vorhandenen Qualifikationen, damit eine effiziente Ausbildungsstrategie eingeführt werden kann.
- Comments
- Eine Analyse des Ausbildungsbedarfs beruht auf (a) der Ermittlung des Qualifikationsbedarfs, (b) der Bewertung der in der Arbeitnehmerschaft vorhandenen Qualifikationen und (c) der Beurteilung von Qualifikationslücken und mängeln. Eine Analyse des Ausbildungsbedarfs kann auf individueller Ebene, auf Organisations- oder Sektorebene sowie auf nationaler oder internationaler Ebene stattfinden. Sie kann sich auf quantitative oder qualitative Aspekte (beispielsweise Niveau und Art der Ausbildung) konzentrieren und sollte sicherstellen, dass die Ausbildung wirksam und kostengünstig bereitgestellt wird.
- source
- Cedefop.
- Verwandte Verben
- Ausbildungsplanung und -design
-
Anbieter der allgemeinen oder beruflichen Bildung
- Definition
- Jede Organisation bzw. Person, die Leistungen im Bereich der allgemeinen oder beruflichen Bildung bereitstellt.
- Comments
- Als Ausbildungsanbieter können Ausbildungsorganisationen fungieren, die speziell zu diesem Zweck geschaffen wurden, aber auch andere Personen oder Organisationen, beispielsweise Arbeitgeber, die im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit auch Ausbildungsmaßnahmen anbieten. Auch Personen, die auf freiberuflicher Basis Ausbildungsdienste bereitstellen, zählen zu den Ausbildungsanbietern.
- source
- leicht verändet übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
-  
-
Anerkennung von Lernergebnissen
- Definition
- (a) Formelle Anerkennung: Der Prozess der formellen Anerkennung des Wertes von Kompetenzen, entweder: durch das Verleihen von Qualifikationen (Befähigungsnachweise, Bescheinigungen, Diplome, Zertifikate, Zeugnisse) oder durch das Verleihen von Entsprechungen, Anrechnungspunkten oder Urkunden, die Validierung vorhandener Kompetenzen und/oder (b) gesellschaftliche Anerkennung: die Anerkennung des Wertes von Kompetenzen durch Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Zertifizierung von Lernergebnissen, gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen, Validierung von Lernergebnissen
-
Anpassungsfähigkeit
- Definition
- Die Fähigkeit einer Organisation oder Person, sich auf neue Technologien, neue Marktbedingungen und neue Arbeitsmuster einzustellen.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Beschäftigungsfähigkeit, lebenslanges Lernen
-
Anwendungslernen / Lernen durch Anwendung / Learning-by-using
- Definition
- Bezeichnet Lernen mit oder ohne vorherige Anleitung durch die wiederholte Anwendung von Werkzeugen bzw. Geräten oder Anlagen.
- Comments
-  
- source
- leicht verändet übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Lernen, Lernen durch Praxis/Praxislernen/Learning-by-doing
-
Ausbau von Qualifikationen (Upskilling)
- Definition
- Gezielte kurzfristige Ausbildungsmaßnahmen, die in der Regel auf die Erstausbildung folgen und darauf ausgerichtet sind, die in der vorangegangenen Ausbildung erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen zu ergänzen, zu verbessern oder aufzufrischen.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Fort- und Weiterbildung, Erstausbildung, (berufliche) Umschulung
-
Ausbilder
- Definition
- Jede Person, die – sei es in einer Bildungs- bzw. Ausbildungseinrichtung oder im Betrieb – eine oder mehrere Aufgaben wahrnimmt, die der (theoretischen oder praktischen) Ausbildungsfunktion zuzurechnen sind.
- Comments
- die Ausbilder lassen sich in zwei Kategorien untergliedern: hauptamtliche Ausbilder sind erfahrene Fachleute, die eine pädagogische Ausbildung absolviert haben, welche sie zur Vermittlung beruflicher Bildung qualifiziert. Ihre beruflichen Aufgaben können ähnlich gelagert sein wie die Aufgaben von Lehrkräften in beruflichen Bildungseinrichtungen; nebenamtliche Ausbilder sind berufliche Fachkräfte, die – gestützt auf ihre fachliche Kompetenz – im Rahmen ihrer regulären beruflichen Tätigkeit punktuell auch Ausbildungsaufgaben übernehmen, entweder im Betrieb selbst (wo sie als Mentoren und Tutoren neu eingestellte Arbeitskräfte und Lehrlinge einarbeiten und unterweisen, in der betrieblichen Fortbildung als Ausbilder fungieren usw.) oder außerhalb des Betriebs (beispielsweise in einer beruflichen Bildungseinrichtung); (b) zu den Aufgaben eines Ausbilders zählen: die Konzeption von Ausbildungsmaßnahmen, die Organisation und Durchführung dieser Maßnahmen, die Vermittlung der Ausbildung an sich, d. h. die Vermittlung von Kenntnissen, Know-how und Kompetenzen; die Unterstützung der Lernenden beim Kompetenzerwerb durch Beratung, Unterweisung und Feedback über den gesamten Lernprozess hinweg.
- source
- Cedefop, 2004; AFPA, 1992.
- Verwandte Verben
- Lernförderer, Lehrkraft / Lehrer
-
Ausbildung am Arbeitsplatz
- Definition
- Berufliche Bildung, die im Rahmen der normalen Arbeitssituation vermittelt wird. Eine Ausbildung am Arbeitsplatz kann für sich genommen oder in Kombination mit einer Ausbildung außerhalb des Arbeitsplatzes vermittelt werden.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Unesco, 1979.
- Verwandte Verben
- Ausbildung außerhalb des Arbeitsplatzes
-
Ausbildung außerhalb des Arbeitsplatzes
- Definition
- Berufliche Bildung, die jenseits der normalen Arbeitssituation vermittelt wird. Die Ausbildung außerhalb des Arbeitsplatzes ist in der Regel im Rahmen eines umfassenderen Ausbildungsprogramms mit einer Ausbildung am Arbeitsplatz kombiniert.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Unesco, 1979.
- Verwandte Verben
- Ausbildung am Arbeitsplatz
-
Ausbildung der Ausbilder
- Definition
- Bezeichnet die theoretisch oder praktisch ausgelegte Ausbildung, die für Lehrkräfte und Ausbilder bestimmt ist.
- Comments
- Ausbildungsangebote für Ausbilder wenden sich an Personen, die Lehr- bzw. Ausbildungsaufgaben wahrnehmen, entweder (i) als hauptamtliche Lehrkräfte oder Ausbilder oder (ii) als berufliche Fachkräfte, die den Lernenden in dem betreffenden Fachgebiet am Arbeitsplatz betreuen und unterweisen (nebenamtliche Lehrkräfte oder Ausbilder); dienen der Vermittlung einer breiten Palette von Kompetenzen: Vermittelt werden beispielsweise (allgemeine, technische, wissenschaftliche oder berufliche) Fachkenntnisse, pädagogische, psychologische und soziologische Kompetenzen, Kompetenzen im Bereich Management, Kenntnisse über die Arbeitswelt sowie Kenntnisse über Ausbildungsstrukturen bzw. –systeme und einschlägige Zielgruppen; beinhalten auch Lehrangebote in den Bereichen Ausbildungsplanung und –design, Organisation und Durchführung von Ausbildungsmaßnahmen sowie Ausbildungsvermittlung, d. h. Vermittlung von Kenntnissen, Know-how und Kompetenzen.
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Lernförderer, Lehrkraft / Lehrer, Ausbilder
-
Ausbildungsberuf / reglementierter Beruf
- Definition
- Eine berufliche Tätigkeit oder eine Reihe beruflicher Tätigkeiten insgesamt, bei der die Aufnahme oder Ausübung oder eine der Arten der Ausübung direkt oder indirekt durch Rechts- oder Verwaltungsvorschriften an den Besitz bestimmter Berufsqualifikationen gebunden ist.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus European Commission, 2002.
- Verwandte Verben
- Qualifikation
-
Ausbildungsplanung und -design
- Definition
- Satz konsistenter methodischer Ansätze, die anhand festgelegter Ziele zur Konzeption und Planung von Ausbildungsmaßnahmen und programmen angewendet werden.
- Comments
- Ausbildungsplanung und -design umfasst die Analyse von Ausbildungsnachfrage und -bedarf, die Konzeption des Ausbildungsprojekts, die Koordinierung und die Überwachung seiner Umsetzung sowie die Bewertung der Auswirkungen der Ausbildung.
- source
- leicht verändeert übernommen aus Le Préau, 2002.
- Verwandte Verben
- Analyse des Ausbildungsbedarfs
-
ausstellende Stelle oder Behörde
- Definition
- Bezeichnet eine Stelle, die Qualifikationen (Befähigungsnachweise, Bescheinigungen, Diplome, Zertifikate oder Zeugnisse) ausstellt, die die Lernergebnisse (Kenntnisse, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen) einer Person in Folge eines Bewertungs- und Validierungsverfahrens formal anerkennen.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Befähigungsnachweis / Bescheinigung / Diplom / Zertifikat / Zeugnis / Titel, Zertifizierung von Lernergebnissen, Validierung von Lernergebnissen
-
Befähigungsnachweis / Bescheinigung / Diplom / Zertifikat / Zeugnis / Titel
- Definition
- Ein offizielles, von einer ausstellenden Stelle oder Behörde vergebenes Dokument, das in Folge einer Bewertung und einer Validierung gemäß einem festgelegten Standard die Leistungen einer Person erfasst
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Bewertung von Lernergebnissen, ausstellende Stelle oder Behörde, Zertifizierung von Lernergebnissen, Qualifikation
-
Beratung und Orientierung / Information, Beratung und Orientierung
- Definition
- Bezeichnet Maßnahmen und Aktivitäten zur Unterstützung des Einzelnen bei der (bildungsbezogenen, beruflichen, persönlichen) Entscheidungsfindung und der Umsetzung der getroffenen Entscheidungen vor und nach dem Einstieg ins Erwerbsleben.
- Comments
- Beratung und Orientierung kann im Einzelnen Folgendes umfassen: Beratung (im Hinblick auf die persönliche oder berufliche Entwicklung, Bildungsberatung), Bewertung (psychologische oder kompetenz- bzw. leistungsbezogene Bewertung), Information über Ausbildungsangebote, Beschäftigungsaussichten und Karriereplanung, Konsultation mit Berufskollegen, Verwandten sowie Lehrern bzw. Ausbildern der zu beratenden Person, berufsvorbereitende Maßnahmen (Valorisierung von Kompetenzen und Arbeitserfahrung für die Arbeitsuche), Weitervermittlung an andere Bildungs- und Berufsberatungsexperten. Beratung und Orientierung kann in Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Arbeitsämtern, Betrieben, kommunalen Einrichtungen und in anderen Zusammenhängen erfolgen.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
-
Berufsbildung / berufliche Bildung
- Definition
- Bildungs- und Ausbildungsangebote, die Kenntnisse, Know-how, Qualifikationen und/oder Kompetenzen vermitteln, die für bestimmte berufliche Tätigkeiten oder allgemein auf dem Arbeitsmarkt benötigt werden.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus European Training Foundation, 1997.
- Verwandte Verben
-  
-
Beschäftigungsfähigkeit
- Definition
- Kombination von Faktoren, mit der eine Person sich so entwickelt, dass eine Beschäftigung möglich wird oder die Person einen Arbeitsplatz findet, diesen behält und sich in ihrem Berufsleben weiterentwickelt.
- Comments
- Die Beschäftigungsfähigkeit beruht auf den persönlichen Eigenschaften (einschließlich der Angemessenheit von Kenntnissen und Kompetenzen); der Art und Weise, wie diese persönlichen Eigenschaften auf dem Arbeitsmarkt dargestellt werden; dem Umfeld und den sozialen Bedingungen (d. h. vorhandene Anreize und Möglichkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen aufzufrischen und zu validieren); und auf dem wirtschaftlichen Hintergrund.
- source
- leicht verändert übernommen aus Scottish executive, 2007; The institute for employment studies, 2007.
- Verwandte Verben
- Anpassungsfähigkeit, lebenslanges Lernen, Mobilität
-
Bewertung von Lernergebnissen
- Definition
- Verfahren zur Beurteilung von Kenntnissen, Know-how, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen einer Person gemäß festgelegten Kriterien (Lernerwartungen, Messung von Lernergebnissen). Die Bewertung führt normalerweise zu einer Validierung und Zertifizierung.
- Comments
- In der englischsprachigen Literatur bezieht sich der Begriff „assessment“ in der Regel auf die Beurteilung von Personen; die Beurteilung von Ausbildungsmethoden oder anbietern wird meist als „evaluation“ bezeichnet.
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Zertifizierung von Lernergebnissen
-
Bürgergesellschaft / Zivilgesellschaft
- Definition
- Der „dritte Sektor“ der Gesellschaft neben staatlichem Sektor und Unternehmenssektor, der (strukturierte oder informelle) Institutionen, Gruppen und Vereinigungen/Verbände umfasst und als Mittler zwischen Behörden und Bürgern fungiert.oderGesamtheit aller Organisationsstrukturen, deren Mitglieder über einen demokratischen Diskurs- und Verständigungsprozess dem allgemeinen Interesse dienen und welche auch als Mittler zwischen öffentlicher Gewalt und den Bürgern auftreten.
- Comments
-  
- source
- (1) Cedefop, 2001 in European Commission, 2001; (2) Economic and Social Committee, 1999.
- Verwandte Verben
-  
-
Curriculum
- Definition
- Gesamtpaket vom Maßnahmen, das bei der Gestaltung, Organisation und Planung eines Angebots im Rahmen der allgemeinen und beruflichen Bildung umgesetzt wird. Dies umfasst die Festlegung der Lernergebnisse, inhalte, methoden (einschließlich Leistungsbewertung) und mittel sowie Regelungen für die Ausbildung von Lehrkräften und Ausbildern.
- Comments
- Der Begriff Curriculum bezieht sich auf die Gestaltung, Organisation und Planung von Lernmaßnahmen. Der Begriff Programm hingegen bezieht sich auf die Umsetzung dieser Maßnahmen.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004; Landsheere, 1979.
- Verwandte Verben
- Programm der allgemeinen oder beruflichen Bildung
-
digitale Kluft / digitale Spaltung
- Definition
- Die Kluft zwischen Bevölkerungsgruppen, die Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) haben und diese wirksam nutzen können, und den Gruppen, die diese Möglichkeit nicht haben.
- Comments
-  
- source
- leicht verändet übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- grundlegende Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / grundlegende IKT-Kompetenzen, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT / IuK-Technologie)
-
digitale Kompetenz / Medienkompetenz
- Definition
- Die Fähigkeit, die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zu einzusetzen.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert ausgenommen aus Cedefop, 2006.
- Verwandte Verben
- grundlegende Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / grundlegende IKT-Kompetenzen, digitale Kluft / digitale Spaltung, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT / IuK-Technologie) , Kernkompetenzen / Kernfertigkeiten / Schlüsselkompetenzen
-
Einheit (ECVET)
- Definition
- Die Gesamtheit von Kenntnissen, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen, die einen zusammenhängenden Bestandteil einer Qualifikation bilden. Eine Einheit kann der kleinste Teil einer Qualifikation sein, der bewertet, übertragen, validiert und eventuell zertifiziert werden kann. Eine Einheit kann sich auf eine oder auf mehrere Qualifikationen beziehen.
- Comments
- Die Eigenschaften von Einheiten (Inhalt, Größe, Gesamtzahl der Einheiten, die zusammen eine Qualifikation ergeben usw.), werden von der für die Qualifikation zuständigen Behörde oder Organisation auf angemessener Ebene definiert. Die Beschreibung und die Darstellung der Einheiten können je nach den Konzepten und Verfahren der für die Qualifikation verantwortlichen zuständigen Behörde variieren. Das ECVET-System sieht für jede Einheit jedoch folgende Mindestangaben vor: den Titel der Einheit; die Kenntnisse, Fähigkeiten und weiteren Kompetenzen, die eine Einheit ausmachen; die Kriterien der Bewertung der entsprechenden Lernergebnisse.
- source
- European Commission, 2006c.
- Verwandte Verben
- Europäisches Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET), Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR)
-
eLernen (e-learning)
- Definition
- Bezeichnet Lernen, das durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) unterstützt ist.
- Comments
- eLernen beschränkt sich nicht nur auf „digitale Bildung“ (Erwerb von IKT-Kompetenzen). Dazu gehören können auch unterschiedlichste Formate und hybride Methoden: der Einsatz von Software, Internet, CD-ROM, Online-Lernen oder anderer elektronischer bzw. interaktiver Medien; eLernen kann sowohl in der Fernlehre als auch unterstützend im Präsenzunterricht eingesetzt werden.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- digitale Kompetenz / Medienkompetenz, Fernunterricht in der allgemeinen und beruflichen Bildung, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT / IuK-Technologie)
-
Erstausbildung
- Definition
- Bezeichnet die allgemeine und/oder berufliche Bildung, die der Einzelne im Rahmen des Erstausbildungssystems - in der Regel vor dem Übergang ins Erwerbsleben - erwirbt.
- Comments
- manche Autoren zählen auch Ausbildungsgänge, die der Einzelne erst nach dem Übergang ins Erwerbsleben antritt und erfolgreich abschließt, zur Erstausbildung; die Erstausbildung kann auf allen Ebenen des allgemeinen oder beruflichen Bildungswesens (in Form einer schulischen Vollzeitausbildung oder einer alternierenden Ausbildung) bzw. in Form der Lehrlingsausbildung erfolgen.
- source
- leicht verändert übergenommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Pflichtschule / Pflichtschulbildung / Schulpflicht, Fort- und Weiterbildung
-
Erwachsenenbildung
- Definition
- Bezeichnet allgemeine oder berufliche Bildungsangebote für Erwachsene im Anschluss an die (berufliche) Erstausbildung für berufliche oder persönliche Zwecke mit folgenden Zielen: allgemeinbildende Lernangebote für Erwachsene in Bereichen bereitzustellen, die für sie von besonderem Interesse sind (beispielsweise im Rahmen offener Universitäten); kompensatorisches Lernen zum Erwerb von Grundqualifikationen zu ermöglichen, die der Einzelne im Rahmen seiner Erstausbildung möglicherweise nicht erworben hat (beispielsweise Rechtschreib-, Lese- und Rechenkenntnisse) und somit dem Einzelnen einen Zugang zu Qualifikationen zu eröffnen, die er sich im allgemeinen und beruflichen Erstausbildungssystem aus den unterschiedlichsten Gründen nicht angeeignet hat; Kompetenzen in einem spezifischen Bereich zu erwerben, auszubauen oder zu aktualisieren: Hier geht es also um Fort- und Weiterbildung.
- Comments
- Anmerkung: Erwachsenenbildung ist eng verwandt, aber nicht synonym mit Fort- und Weiterbildung.
- source
- leicht verändert übernommen aus European Training Foundation, 1997; Cedefop, 2006.
- Verwandte Verben
- kompensatorisches Lernen, Fort- und Weiterbildung, lebenslanges Lernen
-
Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR)
- Definition
- Referenzinstrument für die Beschreibung und den Vergleich von Qualifikationsniveaus in Qualifikationssystemen, die auf nationaler, internationaler oder sektoraler Ebene entwickelt wurden.
- Comments
- Den Kern des EQR bilden acht Referenzniveaus, die im Sinne von Lernergebnissen (Kombination aus Kenntnissen, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen) beschrieben werden, sowie Mechanismen und Grundsätze für die freiwillige Zusammenarbeit. Diese acht Niveaus decken sämtliche Qualifikationen ab – angefangen bei grundlegenden Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen bis hin zu den Qualifikationen, die auf der höchsten Stufe akademischer und beruflicher Aus- und Weiterbildung verliehen werden. Der EQR dient als „Übersetzungshilfe“ zwischen den verschiedenen Qualifikationssystemen.
- source
- leicht verändert übernommen aus European Commission, 2006a.
- Verwandte Verben
- Qualifikationsrahmen, Qualifikationssystem
-
Europäisches Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET)
- Definition
- Instrument, in dem Qualifikationen in Einheiten von Lernergebnissen ausgedrückt werden, denen jeweils Leistungspunkte (Credits) zugeordnet werden und das mit einem Verfahren für die Validierung von Lernergebnissen kombiniert wird. Ziel dieses Systems ist die Förderung folgender Aspekte: Mobilität der Personen, die (Aus-)Bildungsangebote wahrnehmen; Akkumulierung, Übertragung, Validierung und Anerkennung von Lernergebnissen (formal, nicht formal oder informell), die in verschiedenen Ländern erzielt wurden; Umsetzung des lebenslangen Lernens; Transparenz von Qualifikationen; gegenseitiges Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen Berufsbildungsanbietern in Europa.
- Comments
- ECVET beruht auf der Festlegung von Qualifikationen anhand von Lernergebnissen (Kenntnisse, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen), die in übertragbare und akkumulierbare Lerneinheiten untergliedert werden, denen Leistungspunkte (Credits) zugeordnet werden, die in einer individuellen Datenabschrift der Lernergebnisse festgehalten werden.
- source
- Cedefop; European Commission, 2006c.
- Verwandte Verben
- Leistungspunktesystem, Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS)
-
Europäisches Regieren / Europäische Steuerung / Europäische „Governance“ / Regieren in Europa
- Definition
- Die Regeln, Verfahren und Verhaltensweisen, die für die Ausübung von Befugnissen auf europäischer Ebene eingeführt wurden.
- Comments
- Diese Steuerung muss sicherstellen, dass die öffentlichen Ressourcen wirksam und effizient verwaltet werden und dass Probleme unter Berücksichtigung der wichtigsten Bedürfnisse der Gesellschaft angegangen werden. Eine wirksame Steuerung beruht auf der Beteiligung der Bürger, Verantwortlichkeit, Transparenz, Wirksamkeit und Kohärenz.
- source
- leicht verändert übernommen aus Eurovoc Thesaurus, 2005.
- Verwandte Verben
-  
-
Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS)
- Definition
- Systematisches Vorgehen zur Ausarbeitung eines Hochschulprogramms, dessen Bestandteilen (Module, Kurse, Praktika, Abschlussarbeiten usw.) Leistungspunkte (Credits) zugeordnet werden. Hierbei werden die folgenden Ziele verfolgt: Studienprogramme, die für inländische und ausländische Studierende gleichermaßen einfach verständlich und vergleichbar sind; Erleichterung der Mobilität von Studierenden und Anerkennung des formalen, nicht formalen und informellen Lernens; Unterstützung von Universitäten bei der Organisation und Überarbeitung ihrer Studienprogramme.
- Comments
- Das ECTS beruht auf dem Arbeitspensum, das die Studierenden absolvieren müssen, um die Ziele eines Programms zu erreichen, die in Form von Lernergebnissen festgelegt sind. Das Arbeitspensum von Studierenden im Rahmen eines Vollzeit-Studiengangs beträgt in Europa in den meisten Fällen ca. 1 500-1 800 Stunden pro Jahr; in diesen Fällen entspricht ein Credit 25-30 Arbeitsstunden. Personen, die vergleichbare Lernergebnisse vorweisen können, die in anderen Lernkontexten erzielt wurden, können diese bei den ausstellenden Stellen oder Behörden anerkennen lassen und Credits (Anrechnungspunkte) erhalten.
- source
- leicht verändert übernommen aus European Commission, 2004.
- Verwandte Verben
-  
-
Fernunterricht in der allgemeinen und beruflichen Bildung
- Definition
- Durch Kommunikationsmedien (Bücher, Hörfunk, TV, Telefon, Schriftverkehr, Computer und Video) auf Distanz erteilter Unterricht.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus ILO, 1979.
- Verwandte Verben
- eLernen (e-learning), offenes Lernen
-
Formales Lernen
- Definition
- Lernen, das in einem organisierten und strukturierten Kontext (z. B. in einer Einrichtung der allgemeinen oder beruflichen Bildung oder am Arbeitsplatz) stattfindet, explizit als Lernen bezeichnet wird und (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung) strukturiert ist. Formales Lernen ist aus der Sicht des Lernenden zielgerichtet und führt im Allgemeinen zur Zertifizierung.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Befähigungsnachweis / Bescheinigung / Diplom / Zertifikat / Zeugnis / Titel, informelles Lernen, Lernen, nicht formales Lernen
-
Fort- und Weiterbildung
- Definition
- Jede Form von Bildung und Ausbildung, die nach Abschluss der Erstausbildung – oder nach dem Eintritt ins Berufsleben – absolviert wird und dem Einzelnen helfen soll: die eigenen Kenntnisse und/oder Kompetenzen zu verbessern oder zu aktualisieren, mit Blick auf beruflichen Aufstieg oder Umschulung neue Kompetenzen zu erwerben, sich persönlich oder beruflich zu perfektionieren.
- Comments
- Weiterbildung ist Bestandteil des lebenslangen Lernens und kann Bildung in jeglicher Form umfassen (d. h. allgemeine, fachliche oder berufliche Bildung, formales oder nicht formales Lernen usw.). Weiterbildung ist ein wesentlicher Faktor für die Beschäftigungsfähigkeit des Einzelnen.
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Erwachsenenbildung, kompensatorisches Lernen, Erstausbildung, lebenslanges Lernen
-
gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen
- Definition
- Anerkennung von Qualifikationen (Befähigungsnachweise, Bescheinigungen, Diplome, Zertifikate, Zeugnisse oder Titel), die in oder von einem/einer oder mehreren Staaten oder Organisationen verliehen wurden, durch einen/eine oder mehrere Staaten oder Organisationen.
- Comments
- Die gegenseitige Anerkennung kann bilateral (zwischen zwei Staaten oder Organisationen) oder multilateral (z. B. in der Europäischen Union oder zwischen Unternehmen desselben Sektors) erfolgen.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Anerkennung von Lernergebnissen
-
Grundkompetenzen / Grundfertigkeiten / Basis-, Kernqualifikationen
- Definition
- Bezeichnet die Fähigkeiten, die für die Lebensbewältigung in zeitgenössischen Gesellschaften nötig sind, wie z. B. die Fähigkeit, ein Gespräch zu führen (Reden und Zuhören) sowie Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse.
- Comments
- Im Zusammenspiel mit neuen Grundkompetenzen / neuen Grundfertigkeiten bilden die Grundkompetenzen / Grundfertigkeiten / Basis-, Kernqualifikationen die Kernkompetenzen.
- source
- Cedefop, Bjørnåvold, 2000; Cedefop, Tissot, 2000; Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- grundlegende Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / grundlegende IKT-Kompetenzen, Kernkompetenzen / Kernfertigkeiten / Schlüsselkompetenzen, neue Grundkompetenzen / neue Grundfertigkeiten / neue Basisqualifikationen
-
grundlegende Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / grundlegende IKT-Kompetenzen
- Definition
- Bezeichnet die Kompetenzen, die erforderlich sind, um die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in ihren Grundfunktionen wirksam einsetzen zu können (hauptsächlich Text-, Bild- und Datenverarbeitung, Internet und E-Mail-Programme).
- Comments
- Manche Autoren zählen auch hardwarebezogene Fähigkeiten (das Anschließen von Geräten, das Installieren von Programmen, das Beheben einfacher Fehler und Störungen) oder weiter gehende softwarebezogene Fähigkeiten (Verwendung eines Präsentations- oder Tabellenkalkulationsprogramms, Dateiverwaltung, Abruf von Daten usw.) zu den grundlegenden IKT-Kompetenzen. Andere Autoren betrachten grundlegende IKT-Kompetenzen mittlerweile sogar als Teil der Kernkompetenzen.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Grundkompetenzen / Grundfertigkeiten / Basis-, Kernqualifikationen, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT / IuK-Technologie) , Kernkompetenzen / Kernfertigkeiten / Schlüsselkompetenzen, neue Grundkompetenzen / neue Grundfertigkeiten / neue Basisqualifikationen
-
Gymnasialabschluss / Abitur (Deutschland) / Reifeprüfung (Österreich)
- Definition
- Abschlussprüfung des Sekundarbereichs II zur Validierung und Zertifizierung der Lernergebnisse von Lernenden, die gemäß einem bestimmten Bewertungsverfahren durchgeführt wird.
- Comments
- - nicht alle Abschlüsse bzw. Befähigungsnachweise eröffnen zwangsläufig den Zugang zur Hochschulbildung;- Abschlüsse in den einzelnen Ländern tragen unterschiedliche Bezeichnungen, z. B.:Österreich- Reifeprüfungszeugnis (allgemeinbildender Sekundarbereich II, allgemeine Hochschulreife) oder Reife- und Diplomprüfungszeugnis (berufsbildender Sekundarbereich II, Doppelqualifikation: allgemeine Hochschulreife und berufliche Qualifikationen);- Berufsreifeprüfungszeugnis (allgemeine Hochschulreife, inkludiert Validierung beruflich erworbener Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen). Deutschland- Abitur (allgemeine Hochschulreife)- Fachabitur (Fachhochschulreife)Irland - Leaving certificates (Schulabschlusszeugnisse)FrankreichBaccalauréat: - baccalauréat général (allgemeinbildendes Schulwesen); - baccalauréat technologique (allgemeinbildendes undtechnisches Schulwesen); - baccalauréat professionnel (berufsbildendes Schulwesen, das eine berufsqualifizierende Ausbildung vermittelt). Portugal- diploma do ensino secundário (allgemeine Bildung); - diploma de qualificação (allgemeine und berufliche Bildung / doppelter Befähigungsnachweis). Vereinigtes Königsreich(a) allgemeinbildende Abschlüsse - GCSEs (General Certificate of Secondary Education); - GCE A level (General Certificate of Educational Advanced Level) und AS level (Advanced supplementary level); - Standard Grade (Écosse); - Higher Grade (Écosse); - Advanced higher Grade (Écosse). (b) berufsbildende Abschlüsse - Vocational Certificates of Secondary Education (VCSE).
- source
- Cedefop, 2004; Ministère de l’éducation nationale
- Verwandte Verben
-
höhere Sekundarbildung – Sekundarstufe II (ISCED 3)
- Definition
- Dieser letzte Abschnitt der Sekundarbildung beginnt nach Beendigung der (Vollzeit-) Schulpflicht. Die Schüler sind beim Übergang in diese Bildungsstufe normalerweise 15 bis 16 Jahre alt. Wer einen Bildungsgang dieser Stufe absolvieren möchte, muss in der Regel bestimmte Eingangsqualifikationen (Pflichtschulabschluss) vorweisen und andere Mindestzugangsvoraussetzungen erfüllen. Unterricht bzw. Ausbildung sind auf dieser Stufe häufig stärker fachorientiert als das Bildungsangebot des Sekundarbereichs I (ISCED 2). Bildungsgänge der ISCEDStufe 3 dauern in der Regel 2 bis 5 Jahre.
- Comments
-  
- source
- Unesco, 1997; Eurydice, 2006.
- Verwandte Verben
- Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR), tertiäre Bildung – erste Stufe (ISCED 5), Sekundarbildung – Sekundarstufe I (ISCED 2), postsekundare (nicht-tertiäre) Bildung (ISCED 4)
-
Humankapital
- Definition
- Kenntnisse, Fähigkeiten, Kompetenzen und Eigenschaften einer Person, die den persönlichen, sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen zugutekommen.
- Comments
-  
- source
- OECD, 2001.
- Verwandte Verben
-  
-
individuelles Lernkonto
- Definition
- System öffentlicher Anreize zur Erleichterung des Zugangs zum Lernen für Erwachsene. Es richtet sich beispielsweise an Personen, die noch keine öffentlich finanzierten allgemeinen oder beruflichen Bildungsangebote in Anspruch nehmen.
- Comments
- Mit individuellen Lernkonten soll eine breitere Beteiligung an beruflicher und persönlicher Entwicklung gefördert werden, indem Unterstützungsleistungen angeboten werden. Diese Unterstützung kann entweder finanziell erfolgen oder in Form von Zeit in Anspruch genommen werden, die die Lerner in den Einrichtungen ihrer Wahl verbringen können.
- source
- Cedefop.
- Verwandte Verben
- lebenslanges Lernen, offenes Lernen
-
Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT / IuK-Technologie)
- Definition
- Bezeichnung für Technologien, die es erlauben, Informationen auf elektronischem Weg zu erfassen, zu speichern, abzurufen, zu verarbeiten, zu übertragen und zu verbreiten.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- grundlegende Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / grundlegende IKT-Kompetenzen, Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / IKT-Kompetenzen
-
informelles Lernen
- Definition
- Lernen, das im Alltag, am Arbeitsplatz, im Familienkreis oder in der Freizeit stattfindet. Es ist in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung nicht organisiert oder strukturiert. Informelles Lernen ist in den meisten Fällen aus Sicht des Lernenden nicht ausdrücklich beabsichtigt.
- Comments
- Die Ergebnisse des informellen Lernens führen zwar normalerweise nicht zur Zertifizierung, können jedoch im Rahmen der Anerkennung zuvor erworbener Kenntnisse aus anderen Lernprogrammen validiert und zertifiziert werden. Informelles Lernen wird auch als Erfahrungslernen bezeichnet.
- source
- leicht verändert übrnommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Formales Lernen, Lernen, Lernergebnisse, nicht formales Lernen, Validierung von Lernergebnissen
-
Kernkompetenzen / Kernfertigkeiten / Schlüsselkompetenzen
- Definition
- Die Summe der Fertigkeiten (Grundfertigkeiten und neue Grundfertigkeiten), die in der modernen Wissensgesellschaft benötigt werden.
- Comments
- In ihrer Empfehlung zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen führt die Europäische Kommission die folgenden acht Schlüsselkompetenzen auf: Kommunikation in der Muttersprache; Kommunikation in Fremdsprachen; Mathematische, wissenschaftliche und technologische Kompetenz; Computerkompetenz; Lernkompetenz; zwischenmenschliche, interkulturelle und soziale Kompetenz sowie Bürgerkompetenz; unternehmerische Kompetenz; kulturelle Ausdrucksfähigkeit.
- source
- Cedefop, 2004; European Commission, 2006b.
- Verwandte Verben
- Grundkompetenzen / Grundfertigkeiten / Basis-, Kernqualifikationen, neue Grundkompetenzen / neue Grundfertigkeiten / neue Basisqualifikationen
-
Know-how
- Definition
- Das Wissen, wie man eine Sache praktisch verwirklicht, anwendet.
- Comments
-  
- source
- Duden Deutsches Universalwörterbuch
- Verwandte Verben
-  
-
kompensatorisches Lernen
- Definition
- Bezeichnet den Erwerb von Kenntnissen bzw. Kompetenzen, welche die Lücken schließen, die während des Pflichtschulbesuchs entstanden sind, um den Einzelnen insbesondere zur Teilnahme an einer Ausbildung zu befähigen.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Erwachsenenbildung, Grundkompetenzen / Grundfertigkeiten / Basis-, Kernqualifikationen
-
Kompetenz
- Definition
- Die Fähigkeit zur angemessenen Anwendung von Lernergebnissen in einem bestimmten Zusammenhang (Bildung, Arbeit, persönliche oder berufliche Entwicklung).
- Comments
- Kompetenz beschränkt sich nicht nur auf kognitive Elemente (einschließlich der Verwendung von Theorien, Konzepten oder implizitem Wissen). Sie beinhaltet auch funktionale Aspekte (einschließlich technischen Fertigkeiten) sowie zwischenmenschliche Eigenschaften (z. B. soziale oder organisatorische Fähigkeiten) und ethische Werte.
- source
- Cedefop, 2004; European Commission, 2006a.
- Verwandte Verben
- Know-how, Wissen, spezifische bzw. berufliche Fähigkeiten und/oder Fach-/Sachkenntnisse
-
Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / IKT-Kompetenzen
- Definition
- Bezeichnet die Kompetenzen, die erforderlich sind, um Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wirksam einsetzen zu können.
- Comments
- Die OECD schlägt in einem Bericht über IKTKompetenzen und Beschäftigung eine einfache Systematik zur Klassifizierung dieser Kompetenzen vor. Unterschieden werden: professionelle IKT-Kompetenzen: Fähigkeit zum Einsatz hochentwickelter IKT-Instrumente und/oder zur Entwicklung, Reparatur und Erzeugung derartiger Instrumente; anwendungsbezogene IKT-Kompetenzen: Fähigkeit zum Einsatz einfacher IKT-Instrumente im Rahmen der regulären Berufstätigkeit (in Berufen, die nicht dem IT-Bereich zuzurechnen sind); grundlegende IKT-Kompetenzen oder „IKT-Grundbildung“: Fähigkeit zum Einsatz von IKT zur Erledigung einfacher Aufgaben oder als Lernmittel.
- source
- Cedefop, 2004; Lopez-Bassols.
- Verwandte Verben
- grundlegende Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / grundlegende IKT-Kompetenzen
-
lebenslanges Lernen
- Definition
- Alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Fähigkeiten, Kompetenzen und/oder Qualifikationen dient und im Rahmen einer persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Anpassungsfähigkeit, Erwachsenenbildung, Fort- und Weiterbildung, lebensumspannendes Lernen
-
lebensumspannendes Lernen
- Definition
- Jede formale, nicht formale oder informelle Lerntätigkeit in allen (d. h. persönlichen, bürgergesellschaftlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen) Lebensbereichen und während des gesamten Lebens.
- Comments
- Das lebensumspannende Lernen ist eine Dimension des lebenslangen Lernens.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Erwachsenenbildung, Fort- und Weiterbildung, lebenslanges Lernen
-
Lehrkraft / Lehrer
- Definition
- Eine Person, deren berufliche Aufgabe es ist, Lernenden einer Einrichtung der allgemeinen oder beruflichen Bildung Wissen, Know-how oder Fähigkeiten zu vermitteln.
- Comments
- Eine Lehrkraft übernimmt unterschiedliche Aufgaben, beispielsweise die Organisation und Durchführung von Ausbildungsprogrammen bzw. –kursen und die Vermittlung von grundlegendem oder spezifischem sowie theoretischem oder praktischem Wissen bzw. Know-how. Bestimmte Lehrkräfte an beruflichen Schulen (die als „Fachlehrer für den fachpraktischen Unterricht“ bzw. als „Lehrer für Fachpraxis“ bezeichnet werden) erfüllen (teilweise) ähnliche Aufgaben wie die Ausbilder.
- source
- Cedefop, 2004; AFPA, 1992.
- Verwandte Verben
- Lernförderer, Ausbilder
-
Lehrlingsausbildung / Lehre
- Definition
- Systematisch aufgebaute Langzeitausbildung, die im Wechsel zwischen Bildungseinrichtung oder Ausbildungszentrum und Betrieb vermittelt wird. Der Lehrling schließt mit dem Arbeitgeber einen Vertrag und bezieht ein Arbeitsentgelt (Lohn oder Vergütung). Der Arbeitgeber ist verantwortlich dafür, dass der Lehrling eine Ausbildung erhält, die diesen für einen ganz bestimmten Beruf qualifiziert.
- Comments
- - der französische Begriff „apprentissage“ bezeichnet zum einen die Lehrlingsausbildung / Lehre, zum anderen aber auch den Vorgang bzw. Prozess des Lernens als solches (vgl. die Definition des Begriffs „learning“);- das „duale System“ der Berufsausbildung in Deutschland ist ein Beispiel für die Lehrlingsausbildung.
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- alternierende Ausbildung / duale Ausbildung
-
Leistungspunktesystem
- Definition
- Instrument, das mit dem Ziel entwickelt wurde, die Akkumulierung von Lernergebnissen zu unterstützen, die in einem formalen, nicht formalen oder informellen Kontext erzielt wurden, und ihre Übertragung von einem Kontext in einen anderen für die Validierung und Anerkennung zu erleichtern. Ein Leistungspunktesystem kann festgelegt werden: indem ein Programm der allgemeinen und beruflichen Bildung ausgearbeitet wird, dessen Bestandteilen (Module, Kurse, Praktika, Abschlussarbeiten usw.) Leistungspunkte (Credits) zugeordnet werden; oder indem eine Qualifikation anhand von Einheiten von Lernergebnissen festgelegt wird, denen Leistungspunkte zugeordnet werden.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004; European Commission, 2006c.
- Verwandte Verben
- Europäisches Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET), Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS)
-
Lernen
- Definition
- Prozess, in dem eine Person Informationen, Ideen und Werte aufnimmt und sich auf diese Weise Wissen, Know-how, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen aneignet.
- Comments
- Der Lernprozess entsteht durch selbstständiges Reflektieren, Rekonstruieren sowie durch soziale Interaktion. Lernen kann im formalen, nicht formalen oder informellen Kontext stattfinden.
- source
- Cedefop, 2004; European Commission, 2006a.
- Verwandte Verben
- Formales Lernen, informelles Lernen, Lernen durch Praxis/Praxislernen/Learning-by-doing, Anwendungslernen / Lernen durch Anwendung / Learning-by-using, nicht formales Lernen
-
Lernen durch Praxis/Praxislernen/Learning-by-doing
- Definition
- Bezeichnet Lernen mit oder ohne vorherige Anleitung durch wiederholtes Durchführen einer bestimmten Arbeitsaufgabe.
- Comments
-  
- source
- leicht veränertt übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Lernen, Anwendungslernen / Lernen durch Anwendung / Learning-by-using
-
lernende Gemeinschaft
- Definition
- Eine Gemeinschaft, die durch die Entwicklung wirksamer lokaler Partnerschaften zwischen allen ihren Bereichen eine Lernkultur umfassend fördert und Einzelpersonen und Organisationen beim Lernen unterstützt bzw. zum Lernen anregt.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- lernende Region
-
lernende Organisation
- Definition
- Eine Organisation, in der jeder lernt und sich durch das Arbeitsumfeld weiterentwickelt – zum eigenen und zum gegenseitigen Nutzen und zum Nutzen des gesamten Unternehmens. Solche Aktivitäten sollten bekannt gemacht und anerkannt werden.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- lernende Gemeinschaft, lernende Region
-
lernende Region
- Definition
- Eine Region, in der die Interessengruppen mit dem Ziel zusammenarbeiten, dem lokalen Lernbedarf gerecht zu werden und Ressourcen zu teilen, um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- lernende Gemeinschaft, lernende Organisation
-
Lernergebnisse
- Definition
- Bezeichnet die Gesamtheit der Kenntnisse, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen, die eine Person nach Durchlaufen eines formalen, nicht formalen oder informellen Lernprozesses erworben hat und/oder nachzuweisen in der Lage ist.
- Comments
- Lernergebnisse können in jedem Kontext des Lernens (formal, nicht formal oder informell) erzielt werden.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Bewertung von Lernergebnissen, Zertifizierung von Lernergebnissen, Formales Lernen, informelles Lernen, Validierung von Lernergebnissen
-
Lernförderer
- Definition
- Jede Person, die den Erwerb von Wissen und Kompetenzen durch die Schaffung eines günstigen Lernumfelds fördert, einschließlich Lehrern, Ausbildern, Betreuern oder Beratern. Der Lernförderer berät den Lernenden während des gesamten Lernprozesses durch Leitlinien, Rückmeldungen und Ratschläge und hilft bei der Weiterentwicklung von Wissen und Kompetenzen.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
-  
-
Lerninhalt / Lernstoff / Unterrichtsstoff
- Definition
- Bezeichnet die Summe aller Stoffe und Aktivitäten, die dem Einzelnen oder einer Gruppe von Lernenden im Rahmen einer Bildungs- bzw. Ausbildungsmaßnahme vermittelt und abverlangt werden.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus EuropeanTtraining Foundation, 1997
- Verwandte Verben
-  
-
Mentoring
- Definition
- Bezeichnet die Beratung und Unterstützung eines jungen Menschen bzw. eines Neulings (d. h. einer Person, die einer lernenden Gemeinschaft oder Organisation neu beigetreten ist) in sehr unterschiedlicher Form durch eine erfahrene Person (einen „Mentor“), die als Rollenvorbild, Betreuer, Tutor, Coach oder Vertrauensperson fungiert.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Bolton, 1980.
- Verwandte Verben
- lernende Gemeinschaft, lernende Organisation, Tutoring
-
Mobilität
- Definition
- Bezeichnet die Fähigkeit einer Person, sich in ein neues berufliches Umfeld zu begeben bzw. sich an dieses anzupassen.
- Comments
- Mobilität kann sowohl räumlich als auch funktionsbedingt sein (Übernahme einer neuen Funktion innerhalb des selben Unternehmens oder Mobilität zwischen Berufen). Mobilität versetzt den Einzelnen in die Lage, neue Kompetenzen zu erwerben und somit seine Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Anpassungsfähigkeit, Beschäftigungsfähigkeit
-
nachschulpflichtige Bildung
- Definition
- Bezeichnet die (allgemeine oder berufliche) Bildung, die der Einzelne nach Erfüllung der gesetzlich geregelten Schulpflicht erwirbt, die durch gesetzliche Mindeststandards und eine gesetzliche Mindestdauer geregelt ist.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus European Training Foundation, 1997.
- Verwandte Verben
- Pflichtschule / Pflichtschulbildung / Schulpflicht
-
neue Grundkompetenzen / neue Grundfertigkeiten / neue Basisqualifikationen
- Definition
- Fähigkeiten wie Kompetenzen in den Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT), Fremdsprachen, soziale, organisatorische und Kommunikationskompetenzen, technologische Kultur, Unternehmergeist.
- Comments
- Zusammen mit den anderen Grundfertigkeiten bilden die neuen Grundfertigkeiten die Kernkompetenzen, die für eine Entwicklung in der modernen Wissensgesellschaft benötigt werden.
- source
- Council of the European Union, 2000.
- Verwandte Verben
- Grundkompetenzen / Grundfertigkeiten / Basis-, Kernqualifikationen, Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / IKT-Kompetenzen, Kernkompetenzen / Kernfertigkeiten / Schlüsselkompetenzen
-
nicht formales Lernen
- Definition
- Bezeichnet Lernen, das in planvolle Tätigkeiten eingebettet ist, die nicht explizit als Lernen bezeichnet werden (in Bezug auf Lernziele, Lernzeit oder Lernförderung), jedoch ein ausgeprägtes „Lernelement“ beinhalten. Nicht formales Lernen ist aus Sicht des Lernenden beabsichtigt.
- Comments
- Die Ergebnisse des nicht formalen Lernens können validiert und zertifiziert werden. Nicht formales Lernen wird auch als halb strukturiertes Lernen bezeichnet.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Formales Lernen, informelles Lernen, Lernen, Validierung von Lernergebnissen
-
offenes Lernen
- Definition
- Lernen, das dem Lernenden bei der Auswahl von Themen, dem Ort, der Geschwindigkeit und/oder der Methode ein gewisses Maß an Flexibilität bietet.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
-  
-
Pflichtschule / Pflichtschulbildung / Schulpflicht
- Definition
- Gesetzlich geregelte und für alle Schüler verbindliche Mindeststandards und Mindestdauer der schulischen Bildung.
- Comments
-  
- source
- ILO, 1998.
- Verwandte Verben
- Erstausbildung, nachschulpflichtige Bildung
-
postsekundare (nicht-tertiäre) Bildung (ISCED 4)
- Definition
- Die Programme dieser Bildungsstufe sind weder eindeutig der Sekundarstufe II zuzurechnen noch haben sie eindeutig tertiären Charakter. Sie dienen zur Erweiterung der Kenntnisse derjenigen, die die Sekundarstufe II (ISCED 3) bereits absolviert haben. Sie sollen die Schüler auf tertiäre Bildungsgänge der ersten Stufe (ISCED 5) bzw. auf den direkten Einstieg ins Erwerbsleben vorbereiten. Ein tertiärer Bildungsabschluss kann in Programmen dieser Stufe nicht erworben werden.
- Comments
- Schüler, die ein Programm dieser Stufe absolvieren, können in der Regel einen Abschluss der Sekundarstufe II vorweisen. Die theoretische Gesamtdauer der Programme beträgt in der Regel (in Vollzeit-Äquivalenten) 6 Monate bis 2 Jahre.
- source
- Unesco, 1997; Eurydice, 2006.
- Verwandte Verben
- Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR), tertiäre Bildung – erste Stufe (ISCED 5), Sekundarbildung – Sekundarstufe I (ISCED 2), höhere Sekundarbildung – Sekundarstufe II (ISCED 3)
-
Programm der allgemeinen oder beruflichen Bildung
- Definition
- Bezeichnet ein systematisch gegliedertes Gesamtpaket von Maßnahmen, Lerninhalten und/oder Methoden, die innerhalb eines festgelegten Zeitrahmens zur Anwendung kommen, um bestimmte Bildungs- oder Ausbildungsziele (die Vermittlung von Kenntnissen, Fähigkeiten oder Kompetenzen) zu realisieren.
- Comments
- Der Begriff Programm der allgemeinen oder beruflichen Bildung bezieht sich auf die Umsetzung von Lernmaßnahmen. Der Begriff Curriculum hingegen bezieht sich auf die Gestaltung, Organisation und Planung dieser Maßnahmen.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Programm der allgemeinen oder beruflichen Bildung
-
Qualifikation
- Definition
- Der Begriff Qualifikation umfasst verschiedene Aspekte: Formelle Qualifikation: Das formelle Ergebnis (Befähigungsnachweis, Bescheinigung, Diplom, Zertifikat, Zeugnis oder Titel) eines Bewertungs- und Validierungsverfahrens. Im Rahmen dieses Verfahrens bestätigt eine zuständige Behörde oder Stelle, dass eine Person Lernergebnisse vorweisen kann, die sich an bestimmten Standards messen lassen, und/oder die notwendige Kompetenz besitzt, eine Aufgabe in einem bestimmten Tätigkeitsbereich auszuführen. Eine Qualifikation erkennt den Wert der Lernergebnisse am Arbeitsmarkt und in der allgemeinen und beruflichen Bildung offiziell an. Eine Qualifikation kann den rechtlichen Anspruch verleihen, einen bestimmten Beruf auszuüben (OECD). Anforderungen für einen Arbeitsplatz: Kenntnisse, Eignung und Fähigkeiten, die benötigt werden, um die spezifischen Aufgaben durchzuführen, die mit einem bestimmten Arbeitsplatz verbunden sind (ILO).
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Eurydice, 2006; European Training Foundation, 1997; OECD, 2007; ILO, 1998.
- Verwandte Verben
- Zertifizierung von Lernergebnissen, Kompetenz, Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR), Formales Lernen, informelles Lernen, Lernergebnisse, nicht formales Lernen, Ausbildungsberuf / reglementierter Beruf, spezifische bzw. berufliche Fähigkeiten und/oder Fach-/Sachkenntnisse
-
Qualifikationsrahmen
- Definition
- Instrument für die Entwicklung und Klassifizierung von Qualifikationen (z. B. auf nationaler oder sektoraler Ebene) anhand einer Reihe von Kriterien (d. h. mit Hilfe von Deskriptoren), die für die festgelegten Niveaus von Lernergebnissen anwendbar sind.
- Comments
- Ein Qualifikationsrahmen kann verwendet werden: um nationale Standards für Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen einzuführen; um die Qualität von Bildung zu fördern; um ein System der Koordination und/oder Integration von Qualifikationen bereitzustellen und einen Vergleich von Qualifikationen zu ermöglichen, indem Qualifikationen zueinander in Bezug gesetzt werden; um den Zugang zum Lernen, die Übertragung von Lernergebnissen und das aufeinander Aufbauen des Lernens zu fördern.
- source
- leicht verändert übernommen aus European Commission, 2006a; OECD, 2007.
- Verwandte Verben
- Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR), Qualifikationssystem
-
Qualifikationssystem
- Definition
- Alle Maßnahmen in Verbindung mit der Anerkennung von Lernergebnissen sowie andere Mechanismen, die allgemeine und berufliche Bildung mit dem Arbeitsmarkt und der Zivilgesellschaft in Zusammenhang setzen. Zu diesen Maßnahmen gehören: die Festlegung einer Qualifikationspolitik, die Gestaltung und Umsetzung von (Aus-)Bildungsangeboten, institutionelle Vereinbarungen, Finanzierung, Qualitätssicherung; die Bewertung, Validierung und Zertifizierung von Lernergebnissen.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus European Commission, 2006a.
- Verwandte Verben
- Bewertung von Lernergebnissen, Zertifizierung von Lernergebnissen, Qualifikationsrahmen, Validierung von Lernergebnissen
-
Sektor
- Definition
- Eine Gruppe von Unternehmen, die der gleichen wirtschaftlichen Haupttätigkeit nachgehen (z. B. Chemie),odereine Kategorie horizontaler beruflicher Tätigkeiten (z. B. Marketing), die in verschiedenen Unternehmen ausgeübt werden.
- Comments
-  
- source
- Cedefop; European Commission, 2006a.
- Verwandte Verben
-  
-
Sekundarbildung – Sekundarstufe I (ISCED 2)
- Definition
- Der Unterricht der Sekundarstufe I ist im Allgemeinen so gestaltet, dass er die im Primarbereich vermittelte Grundbildung vervollständigt, ist aber in der Regel stärker fachlich gegliedert und wird häufig von fachlich stärker spezialisierten Lehrern vermittelt.
- Comments
- Mit Blick auf manche Länder kann diese Bildungsstufe als theoretisches Konstrukt erscheinen, da die betreffenden nationalen Bildungssysteme keine gesonderte Sekundarstufe 1 aufweisen (und statt dessen einen neunjährigen Grundbildungsbereich vorsehen, der auch die ISCED-Stufe 2 umfasst). Die ISCED Stufe 2 wird in diesen Fällen als „zweite Grundbildungsstufe“ bezeichnet.
- source
- Unesco, 1997; Eurydice, 2006.
- Verwandte Verben
- Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR), tertiäre Bildung – erste Stufe (ISCED 5), postsekundare (nicht-tertiäre) Bildung (ISCED 4), höhere Sekundarbildung – Sekundarstufe II (ISCED 3)
-
Sonderpädagogik / Ausbildung für hilfsbedürftige Schüler
- Definition
- Bildungsangebote und pädagogische Förderung, mit denen den besonderen Bedürfnissen von behinderten Kindern oder Kindern entsprochen werden soll, die schulisch aus zahlreichen Gründen versagen, die bekanntermaßen eine ideale schulische Entwicklung behindern.
- Comments
- Der heute gängige Begriff „special needs education“ (dt. „Sonderpädagogik / Ausbildung für hilfsbedürftige Schüler“) hat den früheren Begriff „special education“ (dt. etwa „Sonderschulunterricht“) abgelöst. Der frühere Begriff bezeichnete im Wesentlichen die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Sonderschulen oder speziellen Bildungseinrichtungen jenseits der Einrichtungen des regulären Schul- und Hochschulsystems. Heute wird jedoch in vielen Ländern ein Großteil der behinderten Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen des regulären Systems ausgebildet.
- source
- leicht verändert übernommen aus Unesco, 1997.
- Verwandte Verben
-
soziale Eingliederung
- Definition
- Die Eingliederung von Einzelpersonen oder Gruppen von Personen in die Gesellschaft, als Bürger oder als Mitglieder von verschiedenen öffentlichen sozialen Netzwerken. Soziale Eingliederung ist grundsätzlich in der Arbeitsmarktund wirtschaftlichen Eingliederung verankert.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
-  
-
sozialer Dialog
- Definition
- Bezeichnet einen Prozess des Austauschs zwischen den Sozialpartnern zur Förderung der gegenseitigen Konsultation, des Gesprächs und der Tarifverhandlungen.
- Comments
- Ein sozialer Dialog ist in Form eines zweiseitigen Dialogs (zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern) oder eines dreiseitigen Dialogs möglich (an dem dann auch staatliche Stellen und/oder Vertreter der Zivilgesellschaft, NRO usw. beteiligt sind); ein sozialer Dialog kann auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden (auf betrieblicher / sektoraler / sektorenübergreifender sowie auf lokaler / regionaler / nationaler / länderübergreifender Ebene); auf internationaler Ebene ist der soziale Dialog - abhängig von der Zahl der beteiligten Länder - bilateral, trilateral oder multilateral.
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Bürgergesellschaft / Zivilgesellschaft, Sozialpartner
-
Sozialpartner
- Definition
- Bezeichnet die Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften, welche die zwei Parteien des (zweiseitigen) sozialen Dialogs bilden.
- Comments
- Das Konzept der „Sozialpartner“ entstand zunächst in Frankreich und Deutschland und entwickelte sich dann zum Bestandteil der Begrifflichkeit auf EU-Ebene. Der dreiseitige soziale Dialog bezieht auch Behörden und/oder Vertreter der Zivilgesellschaft, NRO usw. ein.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Bürgergesellschaft / Zivilgesellschaft, sozialer Dialog
-
spezifische bzw. berufliche Fähigkeiten und/oder Fach-/Sachkenntnisse
- Definition
- Bezeichnet die Fähigkeit, Aufgaben durchzuführen und Probleme zu lösen.
- Comments
-  
- source
- Cedefop; European Commission, 2006a.
- Verwandte Verben
- Kompetenz, Know-how, Wissen
-
Standard
- Definition
- Reihe von Faktoren, die inhaltlich von den betroffenen Akteuren gemeinsam festgelegt werden.
- Comments
- Gemäß dem System lassen sich verschiedene Arten von Standards oder Normen unterscheiden: Der Begriff Kompetenzstandard bezieht sich auf die Beschreibung von Kenntnissen, Fähigkeiten/Fertigkeiten und/oder Kompetenzen in Verbindung mit der Ausübung einer bestimmten Tätigkeit; Der Begriff Bildungsstandard bezieht sich auf die Beschreibung von Lernzielen, den Inhalt von Curricula, Zugangsvoraussetzungen sowie auf die für das Erreichen von Lernzielen benötigten Ressourcen; Der Begriff Standard für Berufsqualifikationen bezieht sich auf die Beschreibungen von Aktivitäten und Aufgaben in Verbindung mit einer bestimmten Tätigkeit und deren Ausübung. Der Begriff Bewertungsstandard bezieht sich auf die Beschreibung der zu bewertenden Lernergebnisse sowie auf die verwendeten Kriterien; Der Begriff Validierungsstandard bezieht sich auf die Beschreibung des Anforderungsniveaus, das von der bewerteten Person erreicht werden soll, sowie auf die verwendeten Kriterien; Der Begriff Zertifizierungsstandard bezieht sich auf die Regeln, die für die Erlangung eines Zertifikats, Diploms oder Zeugnisses gelten, sowie auf die verliehenen Rechte. Gemäß dem System können diese Standards separat festgelegt werden oder Teil eines Gesamtdokuments sein.
- source
- Cedefop.
- Verwandte Verben
-
tertiäre Bildung – erste Stufe (ISCED 5)
- Definition
- Diese Bildungsstufe umfasst (a) allgemeinbildendakademische, primär theoretisch ausgelegte tertiäre Studiengänge (Typ A) sowie berufsorientierte tertiäre Studiengänge (Typ B), welche in der Regel kürzer sind als die Bildungsgänge des Typs A und auf den Einstieg ins Erwerbsleben vorbereiten. Studiengänge des Typs A eröffnen den Zugang zu höheren wissenschaftlichen Qualifikationen und zu Akademikerberufen mit hohen Qualifikationsanforderungen. Studiengänge des Typs B bereiten den Lernenden auf den direkten Einstieg in einen ganz bestimmten Beruf vor. Voraussetzung für den Zugang zu Bildungsangeboten der ISCED-Stufe 5 ist in der Regel ein Bildungsabschluss der ISCED-Stufen 3 oder 4.
- Comments
- Studiengänge der Stufe 5A mit allgemeinbildendakademischer Ausrichtung fallen im Allgemeinen nicht in den Bereich der beruflichen Bildung.
- source
- Unesco, 1997; Eurydice, 2006
- Verwandte Verben
- Sekundarbildung – Sekundarstufe I (ISCED 2), postsekundare (nicht-tertiäre) Bildung (ISCED 4), höhere Sekundarbildung – Sekundarstufe II (ISCED 3)
-
Transparenz von Qualifikationen
- Definition
- Bezeichnet den Grad an Sichtbarkeit und Verständlichkeit von Qualifikationen, ihres Inhalts und ihres Werts auf dem (sektoralen, regionalen, nationalen oder internationalen) Arbeitsmarkt und in Systemen der allgemeinen und beruflichen Bildung.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Vergleichbarkeit von Qualifikationen, gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen
-
Tutoring
- Definition
- Die Beratung, Anleitung oder Begleitung/Betreuung eines Lernenden durch eine erfahrene und kompetente berufliche Fachkraft in unterschiedlichster Form. Der „Tutor“ fördert den Lernenden über den gesamten Lernprozess hinweg (entweder in der Schule, in einer beruflichen Bildungseinrichtung oder im Betrieb).
- Comments
- Tutoring beinhaltet: fachliche Betreuung (im Hinblick auf bessere Leistungen in Schule bzw. Ausbildung); Laufbahnberatung und Orientierung (um den Übergang vom Bildungs- bzw. Ausbildungssystem ins Erwerbsleben zu erleichtern); Förderung der persönlichen Entwicklung (um den Lernenden zu befähigen, fundierte und zweckmäßige Entscheidungen zu treffen).
- source
- Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Lernförderer, Mentoring
-
Validierung von Lernergebnissen
- Definition
- Die Bestätigung durch eine zuständige Behörde oder Stelle, dass Lernergebnisse (Kenntnisse, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen), die eine Person in einem formalen, nicht formalen oder informellen Kontext erzielt hat, gemäß festgelegten Kriterien bewertet wurden und den Anforderungen eines Validierungsstandards entsprechen. Die Validierung führt üblicherweise zur Zertifizierung.
- Comments
-  
- source
- Cedefop.
- Verwandte Verben
- Bewertung von Lernergebnissen, Zertifizierung von Lernergebnissen
-
Valorisierung des Lernens
- Definition
- Der Prozess der Anerkennung der Lernbeteiligung und der Ergebnisse des (formalen oder nicht formalen) Lernens, um die Allgemeinheit stärker für dessen inhärenten Wert zu sensibilisieren und das Lernen zu belohnen.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2001 in European Commission, 2001.
- Verwandte Verben
- lernende Organisation, lernende Region
-
Vergleichbarkeit von Qualifikationen
- Definition
- Bezeichnet, inwieweit es möglich ist, Entsprechungen zwischen der Bildungsstufe und dem Inhalt von formellen Qualifikationen (Befähigungsnachweis, Bescheinigung, Diplom, Zertifikat, Zeugnis) auf sektoraler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene herzustellen.
- Comments
- Die Vergleichbarkeit von Qualifikationen erhöht die individuelle Beschäftigungsfähigkeit und Mobilität. Dieser Begriff darf nicht mit der „Entsprechung von Qualifikationen“ verwechselt werden (die sich auf die Wertentsprechung von Zeugnissen bezieht).
- source
- Cedefop, Bjørnåvold, 2000.
- Verwandte Verben
- gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen
-
Verlauf der allgemeinen und beruflichen Bildung
- Definition
- Die Summe der Lernsequenzen, die eine Person absolviert, um Kenntnisse, Fähigkeiten oder Kompetenzen zu erwerben.
- Comments
- Der Lernverlauf kann formale und nicht formale Lernsequenzen umfassen, deren Validierung zur Zertifizierung führen kann.
- source
- Cedefop; European Commission, 2006c.
- Verwandte Verben
- Weg der allgemeinen oder beruflichen Bildung / Zweig der allgemeinen oder beruflichen Bildung, Europäisches Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET), Lernen, offenes Lernen
-
Weg der allgemeinen oder beruflichen Bildung / Zweig der allgemeinen oder beruflichen Bildung
- Definition
- Ein Paket zusammengehöriger Programme der allgemeinen oder beruflichen Bildung, das von Schulen, Hochschuleinrichtungen oder Berufsbildungsanbietern angeboten wird und das die Entwicklung einer Person innerhalb oder zwischen Aktivitätsbereichen erleichtert.
- Comments
-  
- source
- Cedefop; European Commission, 2006c.
- Verwandte Verben
- Verlauf der allgemeinen und beruflichen Bildung
-
Wissen
- Definition
- Das Ergebnis der Aufnahme von Informationen durch Lernen. Wissen ist das Gerüst von Tatsachen, Grundsätzen, Theorien und Verfahren, das zu einem Studien- oder Arbeitsbereich gehört.
- Comments
- Es sind zahlreiche Definitionen von Wissen vorhanden. Die modernen Konzeptionen des Wissensbegriffs gehen jedoch im Allgemeinen von einer Reihe grundlegender Unterscheidungen aus: (a) Aristoteles trifft eine Unterscheidung zwischen theoretischer und praktischer Logik. In Anlehnung an diese Opposition wird in der modernen Theoriebildung (Alexander et al., 1991) zwischen deklarativem (theoretischem) und prozeduralem (praktischem) Wissen unterschieden. Zum deklarativen Wissen zählen Assertionen über bestimmte Ereignisse, Sachverhalte und empirisch fundierte Generalisierungen sowie das Verständnis der grundlegenden Wirkungszusammenhänge, welche die Realität kennzeichnen. Prozedurales Wissen umfasst heuristisches Wissen, Methodenkenntnisse, Planung, Vorgehens- und Verfahrensweisen, Arbeitsroutinen, strategisches und taktisches Wissen und die Kenntnis von Techniken und „Kniffen“ (Ohlsson, 1994); (b) es sind unterschiedliche Formen des Wissens zu unterscheiden, die Ausdruck verschiedenartiger Wege sind, sich Kenntnisse über die Welt anzueignen. Es wurden zahlreiche Versuche unternommen, einschlägige Systematiken zu erstellen; besonders häufig scheint man sich dabei auf folgende Kategorien zu stützen: objektives (naturbezogenes bzw. wissenschaftliches) Wissen; Bezugspunkt für die Bewertung dieses Wissens sind gesicherte Erkenntnisse; subjektives (literarisches/ästhetisches) Wissen; Bezugspunkt für die Bewertung dieses Wissens ist Authentizität; moralisches (zwischenmenschliches/normatives) Wissen; Bezugspunkt für die Bewertung dieses Wissens ist die Akzeptanz durch die Gemeinschaft (richtig/falsch); religiöses/geistliches Wissen; Bezugspunkt für die Bewertung dieses Wissens ist eine göttliche Instanz (Gott). Diese grundlegende Wissensauffassung prägt die Fragen, die wir stellen, die Methoden, die wir anwenden, und die Lösungen, die wir erarbeiten, um unser Wissen zu erweitern. (c) Wissen umfasst gleichermaßen implizites, nur mittelbar zum Ausdruck kommendes Wissen - „tacit knowledge“ - und explizit gemachtes Wissen - „explicit knowledge“. „Tacit knowledge“ (Polanyi, 1966) bezeichnet Wissen, über das der Lernende verfügt und welches auf dessen kognitive Prozesse einwirkt, dabei aber nicht notwendigerweise zum Ausdruck kommen bzw. dem Lernenden bewusst sein muß. „Explicit knowledge“ bezeichnet Wissen, das der Lernende einer bewussten Überprüfung unterziehen kann; hierzu zählt auch implizites Wissen - „tacit knowledge“ -, welches, indem es zur Herausbildung eines „gedanklichen Objekts“ (Prawat,1989) führt, explizite Form annimmt.
- source
- Cedefop, 2004; European Commission, 2006a.
- Verwandte Verben
- Kompetenz, Know-how, Lernen, Lernergebnisse, spezifische bzw. berufliche Fähigkeiten und/oder Fach-/Sachkenntnisse
-
Wissensgesellschaft
- Definition
- Eine Gesellschaft, deren Prozesse und Verfahren auf der Erzeugung, Verbreitung und Anwendung von Wissen basieren.
- Comments
-  
- source
- Cedefop, 2001 in European Commission, 2001.
- Verwandte Verben
-  
-
Zertifizierung von Lernergebnissen
- Definition
- Ausstellung eines Zertifikats, Diploms oder Titels, das bzw. der formal bescheinigt, dass bestimmte Lernergebnisse (Kenntnisse, Know-how, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen), die eine Person erzielt hat, durch eine zuständige Behörde oder eine zuständige Stelle gemäß einem festgelegten Standard bewertet und validiert wurden.
- Comments
- Die Zertifizierung kann das Lernergebnis validieren, das im formalen, nicht formalen oder informellen Kontext erzielt wurde.
- source
- leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
- Verwandte Verben
- Bewertung von Lernergebnissen, ausstellende Stelle oder Behörde, Befähigungsnachweis / Bescheinigung / Diplom / Zertifikat / Zeugnis / Titel, Qualifikation, Validierung von Lernergebnissen
-
Zugang zur (Berufs-)Bildung
- Definition
- Verweist auf die Bedingungen, Umstände bzw. Anforderungen (z. B. Qualifikation, Abschluss/Niveau, Kompetenz oder Berufserfahrung usw.), welche der Zulassung zu und Teilnahme an (allgemeinen und beruflichen) Bildungsmaßnahmen und Bildungseinrichtungen zugrunde liegen.
- Comments
-  
- source
- leicht verändert übernommen aus Unesco, 1995.
- Verwandte Verben
-  
