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Glossar

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  • Übergang von der Schule ins Berufsleben / Übergang vom Bildungs- bzw. Ausbildungssystem ins Erwerbsleben

    Definition: 

    Bezeichnet den Prozess des Übergangs vom Bildungssystem ins Beschäftigungssystem. Der Übergangsprozess setzt mit Beendigung eines formalen Bildungs- oder Ausbildungsgangs (Erstausbildung) ein und ist mit Eintritt in eine stabile Beschäftigung abgeschlossen.

    Anmerkung: 

    Der Übergang vom Bildungs- bzw. Ausbildungssystem ins Beschäftigungssystem (Weg bis zur endgültigen Eingliederung, Art des Beschäftigungsverhältnisses – Niveau und Status -, Dauer) ist ein komplexer Prozess. Wie die Eingliederung verläuft, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab (vom Geschlecht, vom Alter, vom erreichten Qualifikationsniveau, von den beschäftigungspolitischen Vorgaben, vom bestehenden Beratungs- und Orientierungsangebot usw.).

    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • Überprüfung von Fähigkeiten

    Definition: 

    Analyse von Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen einer Person, einschließlich ihrer Eignung und ihrer Bereitschaft, ein Vorhaben für ihre Laufbahn zu formulieren und/oder eine berufliche Neuausrichtung oder ein (Aus-)Bildungsprojekt anzuvisieren.

    Anmerkung: 

    Die Überprüfung von Fähigkeiten soll dem Einzelnen helfen:

    • seinen beruflichen Hintergrund zu analysieren;
    • seine Position in seinem Arbeitsumfeld selbst einzuschätzen;
    • sich auf die Validierung nicht formaler oder informeller Lernergebnisse vorzubereiten;
    • seinen Berufsweg zu planen.
    Quelle: 
    Cedefop, 2008, leicht verändert übernommen aus Code du travail français, 2003.
  • Überqualifizierung / Überqualifikation

    Definition: 

    Beschreibt die Situation, in der eine Person eine höhere Qualifikation besitzt, als für den aktuellen Arbeitsplatz erforderlich ist.

    Anmerkung: 
    • Verwandte aber nicht synonyme Begriffe sind:
      • „Überbildung“: Situation, in der eine Person (in Ausbildungs- oder Studienjahren gerechnet) mehr Bildung besitzt, als für den aktuellen Arbeitsplatz erforderlich ist;
      • Überkompetenz: Situation, in der eine Person ihre Kompetenzen und Fähigkeiten an ihrem aktuellen Arbeitsplatz nicht voll und ganz einsetzen kann;
    • Überqualifizierung kann eine Situation beschreiben, die vorübergehend (beispielsweise, wenn ein junger Mensch in der Zeit der Arbeitssuche zunächst eine niedrigere Position in Erwartung einer geeigneteren Arbeitsstelle akzeptiert) oder aber von Dauer ist.
    Quelle: 
    Cedefop, 2010.
  • Übertragbarkeit von Lernergebnissen

    Definition: 

    Bezeichnet den Umfang, in welchem Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen in einem neuen beruflichen oder Bildungsumfeld genutzt und/oder validiert und zertifiziert werden können.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Unterqualifizierung / Unterqualifikation

    Definition: 

    Beschreibt die Situation, in der eine Person eine niedrigere Qualifikation besitzt, als für ihren aktuellen Arbeitsplatz erforderlich ist.

    Anmerkung: 
    • Anhand ihres Bildungsniveaus oder ihrer Arbeitserfahrung kann bestimmt werden, ob eine Person in Bezug auf einen gegebenen Arbeitsplatz unterqualifiziert ist;
    • Mit dem Begriff Unterqualifikation kann eine Situation beschrieben werden, die vorübergehend (beispielsweise, wenn ein Arbeitgeber eine unterqualifizierte Person für eine höhere Position einstellt, um den Zeitraum zu überbrücken, bis er eine besser geeignete Person gefunden hat) oder aber von Dauer ist;
    • Unterqualifikation bzw. Unterqualifizierung kann auf „Unterbildung" (eine Situation, in der eine Person ein niedrigeres Bildungniveau hat, als für den jeweiligen Arbeitsplatz erforderlich ist) oder auf eine „überwertige Beschäftigung“ (eine Situation, in der es der Person an Fähigkeiten und Kompetenzen fehlt, die am jeweiligen Arbeitsplatz benötigt werden, um die Arbeit ordnungsgemäß auszuführen) zurückzuführen sein.
    Quelle: 
    Cedefop, 2010.