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Glossar

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  • Akkreditierung eines Anbieters der allgemeinen oder beruflichen Bildung

    Definition: 

    Qualitätssicherungsverfahren, in dessen Rahmen ein Anbieter der allgemeinen oder beruflichen Bildung einen akkreditierten Status erhält, der als Nachweis gilt, dass er von den zuständigen Rechtsetzungsorganen oder berufsständischen Organisationen genehmigt wurde, da er festgelegte Standards erfüllt.

    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus Canadian Information Centre for International Credentials.
  • Akkreditierung eines Bildungs- oder Ausbildungsprogramms

    Definition: 

    Qualitätssicherungsverfahren, in dessen Rahmen ein Programm der allgemeinen oder beruflichen Bildung einen akkreditierten Status erhält, der als Nachweis gilt, dass es von den zuständigen Rechtsetzungsorganen oder berufsständischen Organisationen genehmigt wurde, da es festgelegte Standards erfüllt.

    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus Canadian Information Centre for International Credentials.
  • alternde Gesellschaft

    Definition: 

    Eine Gesellschaft, die durch einen wachsenden Anteil älterer Menschen geprägt ist, meist in Verbindung mit einer sinkenden Geburtenrate.

    Anmerkung: 

    In einer alternden Gesellschaft muss das System der allgemeinen und beruflichen Bildung:

    • Qualifikationsmängel und –lücken; sowie;
    • einen vorzeitigen Eintritt in den Ruhestand durch Umschulung und den Ausbau von Qualifikationen verhindern.
    Quelle: 
    Cedefop.
  • alternierende Ausbildung / duale Ausbildung

    Definition: 

    Bezeichnet Programme, die Bildung und Ausbildung im Wechsel zwischen Bildungseinrichtung oder Ausbildungszentrum und Betrieb vermitteln. Dieser Wechsel zwischen den verschiedenen Lernorten kann auf wöchentlicher, monatlicher oder jährlicher Basis organisiert sein. Je nach Land und zutreffendem Status können die Teilnehmer einen Vertrag mit dem Arbeitgeber schließen und/oder ein Arbeitsentgelt beziehen.

    Anmerkung: 

    das „duale System“ der Berufsausbildung in Deutschland ist ein Beispiel für die alternierende Ausbildung.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Analyse des Ausbildungsbedarfs

    Definition: 

    Systematische Bewertung des aktuellen und künftigen Qualifikationsbedarfs vor dem Hintergrund der vorhandenen Qualifikationen, damit eine effiziente Ausbildungsstrategie eingeführt werden kann.

    Anmerkung: 
    • Eine Analyse des Ausbildungsbedarfs beruht auf: (a) der Ermittlung des Qualifikationsbedarfs; (b) der Bewertung der in der Arbeitnehmerschaft vorhandenen Qualifikationen und; (c) der Beurteilung von Qualifikationslücken und -mängeln.
    • Eine Analyse des Ausbildungsbedarfs kann auf individueller Ebene, auf Organisations- oder Sektorebene sowie auf nationaler oder internationaler Ebene stattfinden. Sie kann sich auf quantitative oder qualitative Aspekte (beispielsweise Niveau und Art der Ausbildung) konzentrieren und sollte sicherstellen, dass die Ausbildung wirksam und kostengünstig bereitgestellt wird.
    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Anbieter der allgemeinen oder beruflichen Bildung

    Definition: 

    Jede Organisation bzw. Person, die Leistungen im Bereich der allgemeinen oder beruflichen Bildung bereitstellt.

    Anmerkung: 

    Als Ausbildungsanbieter können Ausbildungsorganisationen fungieren, die speziell zu diesem Zweck geschaffen wurden, aber auch andere Personen oder Organisationen, beispielsweise Arbeitgeber, die im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit auch Ausbildungsmaßnahmen anbieten. Auch Personen, die auf freiberuflicher Basis Ausbildungsdienste bereitstellen, zählen zu den Ausbildungsanbietern.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Anerkennung von Lernergebnissen

    Definition: 

    Formelle Anerkennung: Der Prozess der formellen Anerkennung des Wertes von Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen, entweder durch:

    • die Validierung nichtformalen und informellen Lernens;

    • das Verleihen von Entsprechungen, Anrechnungspunkten oder Urkunden;

    • das Verleihen von Qualifikationen (Befähigungsnachweise, Bescheinigungen, Diplome, Zertifikate, Zeugnisse).

    und/oder

    Gesellschaftliche Anerkennung: die Anerkennung des Wertes von Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen durch Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Anpassungsfähigkeit

    Definition: 

    Die Fähigkeit einer Organisation oder Person, sich auf neue Technologien, neue Marktbedingungen und neue Arbeitsmuster einzustellen.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • arbeitsnahes Lernen / arbeitsgestütztes Lernen

    Definition: 

    Erwerb von Kenntnissen und Kompetenzen durch Ausführung von – und Reflexion über – Aufgaben in einem beruflichen Kontext, entweder im Betrieb (Beispiel: alternierende Ausbildung) oder in einerBerufsbildungseinrichtung.

    Quelle: 
    Cedefop, 2011.
  • Arbeitsvermittlung

    Definition: 

    Bezeichnet die Unterstützung des Einzelnen bei der Suche nach einer Stelle, die seinen Kompetenzen entspricht.

    Anmerkung: 
    • die Arbeitsvermittlung kann durch die öffenliche Arbeitsverwaltung oder durch private Arbeitsvermittlungsdienste erfolgen, aber auch durch Schulen und Universitäten;
    • die Arbeitsvermittlung umfasst Tätigkeiten wie die Erstellung eines Lebenslaufs, die Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche, eine Überprüfung der Kompetenzen sowie Beratung und Orientierung;
    • im Englischen kann „job placement“ außerdem ein Unternehmenspraktikum bezeichnen, d. h. ein Praktikum, das Schüler oder Studierende im Laufe ihrer Schul- oder Studienzeit in einem Unternehmen absolvieren können.
    Quelle: 
    Cedefop, 2011.
  • Attraktivität der Berufsbildung

    Definition: 

    Bezeichnet die Fähigkeit der Berufbildung:

    • zu einer bewussten Entscheidung für die Berufsbildung zu ermutigen;
    • hochwertige Qualifikationen zu bieten, die Karriereaussichten eröffnen;
    • Arbeitgeber zu überzeugen, Absolventen beruflicher Bildungsgänge einzustellen.
    Anmerkung: 

    Die Attraktivität der Berufsbildung hängt von verschiedenen Faktoren ab:

    • Ansehen der Berufsbildung und gleiche Wertschätzung wie für andere Bildungswege;
    • Flexibilität der Bildungswege und Mobilität zwischen beruflicher und akademisch ausgerichteter Bildung;
    • Qualität des Berufbildungsangebots;
    • Beteiligung der Interessengruppen, einschließlich der Sozialpartner, an der Berufsbildung und vom Beratungs- und Orientierungsangebot.
    Quelle: 
    Cedefop.
  • Ausbau von Qualifikationen (Upskilling)

    Definition: 

    Gezielte kurzfristige Ausbildungsmaßnahmen, die in der Regel auf die Erstausbildung folgen und darauf ausgerichtet sind, die in der vorangegangenen Ausbildung erworbenen Kenntnisse, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen zu ergänzen, zu verbessern oder zu aktualisieren.

    Anmerkung: 

    Cedefop, 2004.

    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • Ausbilder

    Definition: 

    Jede Person, die – sei es in einer Bildungs- bzw. Ausbildungseinrichtung oder im Betrieb – eine oder mehrere Aufgaben wahrnimmt, die der (theoretischen oder praktischen) Ausbildungsfunktion zuzurechnen sind.

    Anmerkung: 
    • die Ausbilder lassen sich in zwei Kategorien untergliedern:
      • hauptamtliche Ausbilder sind erfahrene Fachleute, die eine pädagogische Ausbildung absolviert haben, welche sie zur Vermittlung beruflicher Bildung qualifiziert. Ihre beruflichen Aufgaben können ähnlich gelagert sein wie die Aufgaben von Lehrkräften in beruflichen Bildungseinrichtungen;
      • nebenamtliche Ausbilder sind berufliche Fachkräfte, die – gestützt auf ihre fachliche Kompetenz – im Rahmen ihrer regulären beruflichen Tätigkeit punktuell auch Ausbildungsaufgaben übernehmen, entweder im Betrieb selbst (wo sie als Mentoren und Tutoren neu eingestellte Arbeitskräfte und Lehrlinge einarbeiten und unterweisen, in der betrieblichen Fortbildung als Ausbilder fungieren usw.) oder außerhalb des Betriebs (beispielsweise in einer beruflichen Bildungseinrichtung);
    • zu den Aufgaben eines Ausbilders zählen:
      • die Konzeption von Ausbildungsmaßnahmen;
      • die Organisation und Durchführung dieser Maßnahmen;
      • die Vermittlung der Ausbildung an sich, d. h. die Vermittlung von Kenntnissen, Know-how und Kompetenzen;
      • die Unterstützung der Lernenden beim Kompetenzerwerb durch Beratung, Unterweisung und Feedback über den gesamten Lernprozess hinweg.
    Quelle: 
    Cedefop, 2004; AFPA, 1992.
  • Ausbildung am Arbeitsplatz

    Definition: 

    Berufliche Bildung, die im Rahmen der normalen Arbeitssituation vermittelt wird. Eine Ausbildung am Arbeitsplatz kann für sich genommen oder in Kombination mit einer Ausbildung außerhalb des Arbeitsplatzes vermittelt werden.

    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus Unesco, 1979.
  • Ausbildung außerhalb des Arbeitsplatzes

    Definition: 

    Berufliche Bildung, die jenseits der normalen Arbeitssituation vermittelt wird. Die Ausbildung außerhalb des Arbeitsplatzes ist in der Regel im Rahmen eines umfassenderen Ausbildungsprogramms mit einer Ausbildung am Arbeitsplatz kombiniert.

    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus Unesco, 1979.
  • Ausbildung der Ausbilder

    Definition: 

    Bezeichnet die theoretisch oder praktisch ausgelegte Ausbildung, die für Lehrkräfte und Ausbilder bestimmt ist.

    Anmerkung: 

    Ausbildungsangebote für Ausbilder

    • wenden sich an Personen, die Lehr- bzw. Ausbildungsaufgaben wahrnehmen, entweder (a) als hauptamtliche Lehrkräfte oder Ausbilder oder (b) als berufliche Fachkräfte, die den Lernenden in dem betreffenden Fachgebiet am Arbeitsplatz betreuen und unterweisen (nebenamtliche Lehrkräfte oder Ausbilder);
    • dienen der Vermittlung einer breiten Palette von Kompetenzen: Vermittelt werden beispielsweise (allgemeine, technische, wissenschaftliche oder berufliche) Fachkenntnisse, pädagogische, psychologische und soziologische Kompetenzen, Kompetenzen im Bereich Management, Kenntnisse über die Arbeitswelt sowie Kenntnisse über Ausbildungsstrukturen bzw. –systeme und einschlägige Zielgruppen;
    • beinhalten auch Lehrangebote in den Bereichen Ausbildungsplanung und –design, Organisation und Durchführung von Ausbildungsmaßnahmen sowie Ausbildungsvermittlung, d. h. Vermittlung von Kenntnissen, Know-how und Kompetenzen.
    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • Ausbildungsberuf / reglementierter Beruf

    Definition: 

    Eine berufliche Tätigkeit oder eine Gruppe beruflicher Tätigkeiten, deren Aufnahme oder Ausübung (oder eine der Arten der Ausübung) direkt oder indirekt durch Rechts- oder Verwaltungsvorschriften an den Besitz bestimmter Berufsqualifikationen gebunden ist.

    Quelle: 
    European Parliament and Council of the European Union, 2005.
  • Ausbildungsplanung und -design

    Definition: 

    Satz konsistenter methodischer Ansätze, die anhand festgelegter Ziele zur Konzeption und Planung von Ausbildungsmaßnahmen und -programmen angewendet werden.

    Anmerkung: 

    Ausbildungsplanung und -design umfasst die Analyse von Ausbildungsnachfrage und -bedarf, die Konzeption des Ausbildungsprojekts, die Koordinierung und die Überwachung seiner Umsetzung sowie die Bewertung der Auswirkungen der Ausbildung.

    Quelle: 
    leicht verändeert übernommen aus Le Préau, 2002.
  • ausstellende Stelle oder Behörde

    Definition: 

    Bezeichnet eine Stelle, die Qualifikationen (Befähigungsnachweise, Bescheinigungen, Diplome, Zertifikate oder Zeugnisse) ausstellt, durch die die Lernergebnisse (Wissen, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen) einer Person in Folge eines Bewertungsverfahrens formal anerkannt werden.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.