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Glossar

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  • eLernen (e-learning)

    Definition: 

    Bezeichnet Lernen, das durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) unterstützt ist.

    Anmerkung: 
    • eLernen beschränkt sich nicht nur auf „digitale Bildung“ (Erwerb von IKT-Kompetenzen). Dazu gehören können auch unterschiedlichste Formate und hybride Methoden: der Einsatz von Software, Internet, CD-ROM, Online-Lernen oder anderer elektronischer bzw. interaktiver Medien;
    • eLernen kann sowohl in der Fernlehre als auch unterstützend im Präsenzunterricht eingesetzt werden.
    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Erstausbildung

    Definition: 

    Bezeichnet die allgemeine und/oder berufliche Bildung, die der Einzelne im Rahmen des Erstausbildungssystems – in der Regel vor dem Übergang ins Erwerbsleben – erwirbt.

    Anmerkung: 
    • manche Autoren zählen auch Ausbildungsgänge, die der Einzelne erst nach dem Übergang ins Erwerbsleben antritt und erfolgreich abschließt (z. B. eine Umschulung), zur Erstausbildung;
    • die Erstausbildung kann auf allen Ebenen des allgemeinen oder beruflichen Bildungswesens (in Form einer schulischen Vollzeitausbildung oder einer alternierenden Ausbildung) bzw. in Form der Lehrlingsausbildung erfolgen.
    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Erwachsenenbildung

    Definition: 

    Bezeichnet allgemeine oder berufliche Bildungsangebote für Erwachsene, die nach der (beruflichen) Erstausbildung belegt werden können, um berufliche oder persönliche Zwecke zu verfolgen; Erwachsenenbildung zielt auf Folgendes ab:

    • Bereitstellung von allgemeinbildenden Lernangeboten für Erwachsene in Bereichen, die für sie von besonderem Interesse sind (beispielsweise im Rahmen offener Universitäten);
    • Ermöglichung von kompensatorischem Lernen zum Erwerb von Grundqualifikationen, die der Einzelne im Rahmen seiner Erstausbildung unter Umständen nicht erworben hat (beispielsweise Rechtschreib-, Lese- und Rechenkenntnisse) und somit
    • Eröffnung eines Zugangs zu Qualifikationen, die sich der Einzelne im allgemeinen und beruflichen Erstausbildungssystem aus den unterschiedlichsten Gründen nicht angeeignet hat;
    • Erwerb, Ausbau und Aktualisierung von Kompetenzen in einem spezifischen Bereich: Hier geht es also um Fort- und Weiterbildung.
    Anmerkung: 

    Erwachsenenbildung ist eng verwandt, aber nicht synonym mit Fort- und Weiterbildung.

    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus European Training Foundation 1997; Cedefop, 2004.
  • Europäischer Bezugsrahmen für die Qualitätssicherung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung

    Definition: 

    Referenzinstrument, das den EU-Mitgliedstaaten und den anderen Teilnehmerländern helfen soll, die Qualität ihrer Berufsbildungssysteme weiterzuentwickeln, zu verbessern, zu orientieren und zu bewerten.

    Anmerkung: 

    Die im Bezugsrahmen vorgeschlagene Methodik stützt sich auf folgende Elemente:

    • einen Zyklus, der aus vier Phasen (Planung, Umsetzung, Bewertung und Überprüfung) besteht und für Berufsbildungsanbieter/ -systeme definiert ist;
    • Qualitätskriterien und als Richtgrößen zu verstehende Deskriptoren für jede Phase des Zyklus;
    • gemeinsame Indikatoren, die eine Bewertung der Ziele, Methoden, Prozesse und Ergebnisse der Ausbildung ermöglichen. Manche Indikatoren beziehen sich auf statistische Daten, andere sind qualitativer Natur.
    Quelle: 
    Cedefop, leicht verändert übernommen aus European Parliament and Council of the European Union, 2009(b).
  • Europäischer Qualifikationsrahmen für lebenslanges Lernen (EQR)

    Definition: 

    Referenzinstrument für die Beschreibung und den Vergleich von Qualifikationsniveaus in Qualifikationssystemen, die auf nationaler, internationaler oder sektoraler Ebene entwickelt wurden.

    Anmerkung: 
    • den Kern des EQR bilden acht Referenzniveaus, die im Sinne von Lernergebnissen (Kombination aus Kenntnissen, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen) beschrieben werden, sowie Mechanismen und Grundsätze für die freiwillige Zusammenarbeit;
    • diese acht Niveaus decken sämtliche Qualifikationen ab – angefangen bei grundlegenden Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen bis hin zu den Qualifikationen, die auf der höchsten Stufe akademischer und beruflicher Aus- und Weiterbildung verliehen werden;
    • der EQR dient als „Übersetzungshilfe“ zwischen den verschiedenen Qualifikationssystemen.
    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus European Parliament and Council of the European Union, 2008.
  • Europäisches Leistungspunktesystem für die Berufsbildung (ECVET)

    Definition: 

    Technischer Rahmen für die Anrechnung, Validierung und gegebenenfalls Akkumulierung der Lernergebnisse, die eine Einzelperson im Hinblick auf den Erwerb einer Qualifikation erreicht hat. Zu den Instrumenten und der Methodik des ECVET gehören die Beschreibung der Qualifikationen in Einheiten von Lernergebnissen mit entsprechenden Punkten, ein Anrechnungs- und Akkumulierungsprozess und ergänzende Unterlagen wie Lernvereinbarungen, Leistungsnachweise und ECVET-Benutzerleitfäden.

    Anmerkung: 

    Ziel dieses Systems ist die Förderung folgender Aspekte:

    • Mobilität der Personen, die (Aus-)Bildungsangebote wahrnehmen;
    • Akkumulierung, Übertragung und Validierung von Lernergebnissen (formal, nicht formal oder informell), die in verschiedenen Ländern erzielt wurden;
    • Umsetzung des lebenslangen Lernens;
    • Transparenz von Qualifikationen;
    • gegenseitiges Vertrauen und Zusammenarbeit zwischen Berufsbildungsanbietern in Europa.

    ECVET beruht auf der Festlegung von Qualifikationen anhand von Lernergebnissen (Kenntnisse, Fähigkeiten und/ oder Kompetenzen), die in übertragbare und akkumulierbare Lerneinheiten untergliedert werden, denen Leistungspunkte (Credits) zugeordnet werden, die in einer individuellen Datenabschrift der Lernergebnisse festgehalten werden.

    Quelle: 
    Cedefop; European Parliament and Council of the European Union, 2009a.
  • Europäisches Regieren / Europäische Steuerung / Europäische „Governance“ / Regieren in Europa

    Definition: 

    Die Regeln, Verfahren und Verhaltensweisen, die für die Ausübung von Befugnissen auf europäischer Ebene eingeführt wurden.

    Anmerkung: 
    • diese Steuerung muss sicherstellen, dass die öffentlichen Ressourcen wirksam und effizient verwaltet werden und dass Probleme unter Berücksichtigung der wichtigsten Bedürfnisse der Gesellschaft angegangen werden;
    • eine wirksame Steuerung beruht auf der Beteiligung der Bürger, Verantwortlichkeit, Transparenz, Wirksamkeit und Kohärenz.
    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus Eurovoc thesaurus, 2005.
  • Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (ECTS)

    Definition: 

    Systematisches Vorgehen zur Ausarbeitung eines Hochschulprogramms, dessen Bestandteilen (Module, Kurse, Praktika, Abschlussarbeiten usw.) Leistungspunkte (Credits) zugeordnet werden. Hierbei werden die folgenden Ziele verfolgt:

    • Studienprogramme, die für inländische und ausländische Studierende gleichermaßen einfach verständlich und vergleichbar sind;
    • Erleichterung der Mobilität von Studierenden und Validierung von Lernergebnissen;
    • Unterstützung von Universitäten bei der Organisation und Überarbeitung ihrer Studienprogramme.
    Anmerkung: 

    Das ECTS beruht auf dem Arbeitspensum, das die Studierenden absolvieren müssen, um die Ziele eines Programms zu erreichen, die in Form von Lernergebnissen festgelegt sind. Das Arbeitspensum von Studierenden im Rahmen eines Vollzeit- Studiengangs beträgt in Europa in den meisten Fällen ca. 1 500-1 800 Stunden pro Jahr; in diesen Fällen entspricht ein Credit 25-30 Arbeitsstunden. Personen, die vergleichbare Lernergebnisse vorweisen können, die in anderen Lernkontexten erzielt wurden, können diese bei den ausstellenden Stellen oder Behörden anerkennen lassen und Credits (Anrechnungspunkte) erhalten.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008, leicht verändert übernommen aus European Commission, 2004.
  • Europass

    Definition: 

    Ein Bündel von fünf Dokumenten, die den Bürgern helfen, ihre eigenen Fähigkeiten, Kompetenzen und Qualifikationen leicht nachvollziehbar darzustellen, wenn sie in einem (anderen) europäischen Land arbeiten, studieren oder eine Ausbildung absolvieren möchten.

    • Den Europass-Lebenslauf und den Europass-Sprachenpass füllen die Bürger selbst aus;
    • drei weitere Dokumente werden Bürgern ausgestellt, die in einem anderen europäischen Land einen Lernaufenthalt absolviert (Europass-Mobilitätsnachweis), den Abschluss eines formalen beruflichen Bildungsgangs erworben (Zeugniserläuterungen) oder ein Hochschulstudium abgeschlossen haben (Diplomzusatz).
    Anmerkung: 

    Der Europass fördert die angemessene Anerkennung von Lernergebnissen, die in formalen, nicht formalen oder informellen Zusammenhängen erworben wurden.

    Quelle: 
    Cedefop.
  • Evaluation/Evaluierung der allgemeinen und beruflichen Bildung

    Definition: 

    Beurteilung des Werts einer Intervention, eines Ausbildungsprogramm oder einer Bildungspolitik anhand von Kriterien und festgelegten Standards (z. B. im Hinblick auf Relevanz und Effizienz).

    Quelle: 
    Cedefop, 2011.