You are here

Glossar

( | A | B | C | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | O | P | Q | S | T | Ü | V | W | Z
  • gegenseitige Anerkennung von Qualifikationen

    Definition: 

    Anerkennung von Qualifikationen (Befähigungsnachweise, Bescheinigungen, Diplome, Zertifikate, Zeugnisse oder Titel), die in oder von einem/einer oder mehreren Staaten oder Organisationen verliehen wurden, durch einen/eine oder mehrere Staaten oder Organisationen.

    Anmerkung: 

    Die gegenseitige Anerkennung kann bilateral (zwischen zwei Staaten oder Organisationen) oder multilateral (z. B. in der Europäischen Union oder zwischen Unternehmen desselben Sektors) erfolgen.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Geringqualifizierte(r) / gering qualifizierte Person Geringqualifizierte(r) / gering qualifizierte Person

    Definition: 

    Person, deren Bildungsniveau niedriger ist als ein vorgegebener Standard.

    Anmerkung: 
    • Das Standardniveau, unterhalb dessen eine Person als gering qualifiziert betrachtet wird, hängt beispielsweise vom allgemeinen Bildungsniveau in der Gesellschaft oder vom Qualifikationsniveau innerhalb eines Berufsbereichs ab.
    • Das konkrete Qualifikationsniveau einer Person umfasst auch Ergebnisse des nicht formalen Lernens, die durch Fort- und Weiterbildung, Arbeitserfahrung oder persönliche Entwicklung erworben wurden.
    • In der Europäischen Union gilt eine Person als gering qualifiziert, wenn ihr Bildungsstand unter dem in der ISCED definierten Niveau des Sekundarbereichs II liegt.
    Quelle: 
    Cedefop.
  • Grundkompetenzen / Grundfertigkeiten / Basis-, Kernqualifikationen

    Definition: 

    Bezeichnet die Fähigkeiten, die für die Lebensbewältigung in zeitgenössischen Gesellschaften nötig sind, wie z. B. die Fähigkeit, ein Gespräch zu führen (Reden und Zuhören) sowie Lese-, Schreib- und Rechenkenntnisse.

    Anmerkung: 

    Im Zusammenspiel mit den neuen Grundkompetenzen bilden die Grundkompetenzen die Schlüsselkompetenzen.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • grundlegende Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / grundlegende IKT-Kompetenzen

    Definition: 

    Bezeichnet die Kompetenzen, die erforderlich sind, um die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in ihren Grundfunktionen wirksam einsetzen zu können, um Informationen abzufragen, zu bewerten, zu speichern, zu produzieren, zu präsentieren und auszutauschen, über das Internet zu kommunizieren und an Kooperationsnetzen teilzunehmen.

    Anmerkung: 

    grundlegende IKT Kompetenzen sind jetzt Teil der Schlüsselkompetenzen.

    Quelle: 
    European Parliament and Council of the European Union (2006); Cedefop, 2012.
  • grüne Kompetenzen

    Definition: 

    Fähigkeiten, die für das Leben in einer Gesellschaft benötigt werden, in der die negativen Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf die Umwelt verringert werden sollen.

    Anmerkung: 
    • allgemeine grüne Kompetenzen sind grundlegend und wegweisend für die Sensibilisierung für Umweltfragen und die Entwicklung und Umsetzung resssourcenschonender Tätigkeiten, Öko-Bürgerschaft usw;
    • spezifische grüne Kompetenzen werden für die Einführung von Standards und Verfahrensweisen zum Schutz der Ökosysteme und der Biodiversität sowie zur Verringerung des Energie-, Rohstoff- und Wasserverbrauchs benötigt;
    • hochspezialisierte grüne Kompetenzen werden zur Entwicklung und Einführung grüner Technologien wie bespielsweise in den Bereichen erneuerbare Energien, Abwasserbehandlung oder Recycling benötigt.
    Quelle: 
    Cedefop
  • Gymnasialabschluss / Abitur (Deutschland) / Reifeprüfung (Österreich)

    Definition: 

    Abschlussprüfung des Sekundarbereichs II zur Zertifizierung der Lernergebnisse von Lernenden, die gemäß einem bestimmten Bewertungsverfahren durchgeführt wird.

    Anmerkung: 
    • nicht alle Abschlüsse bzw. Befähigungsnachweise eröffnen zwangsläufig den Zugang zur Hochschulbildung;
    • Abschlüsse in den einzelnen Ländern tragen unterschiedliche Bezeichnungen, z. B.:

    Österreich

    • Reifeprüfungszeugnis (allgemeinbildender Sekundarbereich II, allgemeine Hochschulreife) oder Reife- und Diplomprüfungszeugnis (berufsbildender Sekundarbereich II, Doppelqualifikation: allgemeine Hochschulreife und berufliche Qualifikationen)
    • Berufsreifeprüfungszeugnis (allgemeine Hochschulreife, inkludiert Validierung beruflich erworbener Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen)

    Deutschland

    • Abitur (allgemeine Hochschulreife)
    • Fachabitur (Fachhochschulreife)

    Irland

    • Leaving certificates (Schulabschlusszeugnisse)

    Frankreich

    • Baccalauréat
      • baccalauréat général (allgemeinbildendes Schulwesen)
      • baccalauréat technologique (allgemeinbildendes und technisches Schulwesen)
      • baccalauréat professionnel (berufsbildendes Schulwesen, das eine berufsqualifizierende Ausbildung vermittelt)

    Portugal

    • diploma do ensino secundário (allgemeine Bildung)
    • diploma de qualificação (allgemeine und berufliche Bildung / doppelter Befähigungsnachweis)

    Vereinigtes Königsreich

    • allgemeinbildende Abschlüsse
      • GCE A level (advanced general certificate of education)
      • GCE AS level (advanced subsidiary general certificate of education)
      • NQ advanced higher (national qualifications advanced higher level)
      • NQ higher (national qualifications higher level)
      • Scottish baccalaureate
      • Welsh baccalaureate
    • berufsbildende Abschlüsse
      • GCE A levels in applied subjects (advanced general certificate of education in applied subjects)
      • GCE AS levels in applied subjects (advanced subsidiary general certificate of education in applied subjects)
    Quelle: 
    Cedefop, 2004; Ministère de l’éducation nationale