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Glossar

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  • Kernkompetenzen / Kernfertigkeiten / Schlüsselkompetenzen

    Definition: 

    Die Summe der Fertigkeiten (Grundfertigkeiten und neue Grundfertigkeiten), die in der modernen Wissensgesellschaft benötigt werden.

    Anmerkung: 

    In ihrer Empfehlung zu Schlüsselkompetenzen für lebensbegleitendes Lernen führt die Europäische Kommission die folgenden acht Schlüsselkompetenzen auf:

    • Kommunikation in der Muttersprache;
    • Kommunikation in Fremdsprachen;
    • Mathematische, wissenschaftliche und technologische Kompetenz;
    • Computerkompetenz;
    • Lernkompetenz;
    • zwischenmenschliche, interkulturelle und soziale Kompetenz sowie Bürgerkompetenz;
    • unternehmerische Kompetenz;
    • kulturelle Ausdrucksfähigkeit.
    Quelle: 
    Cedefop, 2004; European Parliament and Council of the European Union, 2006.
  • Know-how

    Definition: 

    Das Wissen, wie man eine Sache praktisch verwirklicht, anwendet.

    Quelle: 
    Duden Deutsches Universalwörterbuch
  • kompensatorisches Lernen

    Definition: 

    Bezeichnet den Erwerb von Kenntnissen bzw. Kompetenzen, welche die Lücken schließen, die während des Pflichtschulbesuchs entstanden sind; dient hauptsächlich dazu, den Einzelnen zur Teilnahme an einer Ausbildung zu befähigen.

    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • Kompetenz

    Definition: 

    Fähigkeit zur angemessenen Anwendung von Lernergebnissen in einem bestimmten Zusammenhang (Bildung, Arbeit, persönliche oder berufliche Entwicklung);

    oder

    Fähigkeit, Kenntnisse, Fertigkeiten sowie persönliche, soziale und methodische Fähigkeiten in Arbeits- oder Lernsituationen und für die berufliche und/oder persönliche Entwicklung zu nutzen.

    Anmerkung: 

    Kompetenz beschränkt sich nicht nur auf kognitive Elemente (einschließlich der Verwendung von Theorien, Konzepten oder implizitem Wissen). Sie beinhaltet auch funktionale Aspekte (einschließlich technischen Fertigkeiten) sowie zwischenmenschliche Eigenschaften (z. B. soziale oder organisatorische Fähigkeiten) und ethische Werte.

    Quelle: 
    Cedefop; European Parliament and Council of the European Union, 2008.
  • Kompetenzalterung / veraltete Qualifikationen

    Definition: 

    Bezeichnet eine Situation, in der Kenntnisse und Fähigkeiten von Arbeitnehmern nicht mehr aktuell sind oder nicht mehr verwendet werden.

    Anmerkung: 

    Der englische Begriff wird in der Literatur auch zur Beschreibung von Situationen verwendet, in denen die körperlichen oder geistigen Fähigkeiten verkümmern oder verschleißen (deutsch: Kompetenzabnutzung).

    Quelle: 
    Cedefop; De Grip, A., van Loo, J. (2007).
  • Kompetenzbedarf / Qualifikationsbedarf

    Definition: 

    Bezeichnet die Nachfrage nach bestimmten Kenntnissen und Fähigkeiten am Arbeitsmarkt (Gesamtnachfrage in einem Land oder einer Region, einem Wirtschaftssektor usw.).

    Anmerkung: 
    • die Analyse des Kompetenzbedarfs (auch als Ermittlung des Kompetenzbedarfs bezeichnet) dient dazu, Qualfikationslücken und Fachkräftemangel aufzudecken, den zukünftigen Kompetenzbedarf vorwegzunehmen und zu beurteilen, inwieweit das Qualifikationssystem (allgemeines und berufliches Bildungsangebot, Finanzierungsmodelle usw.) in der Lage ist, dem Bedarf der Wirtschaft zu entsprechen;
    • unter Antizipation des Kompetenzbedarfs versteht man das Verfahren zur Ermittlung der Kompetenzen bzw. Qualifikationen, welche in der Wirtschaft kurz-, mittel- bzw. langfristig benötigt werden;
    • bei der Kompetenzprognose wird die Nachfrage nach Kompetenzen (Arbeitsplätze) bzw. des Angebots an Kompetenzen(Arbeitskräfte) bestimmt, die auf dem Arbeitsmarkt kurz-, mittel- bzw. langfristig verfügbar sind.
    Quelle: 
    Cedefop, 2010.
  • Kompetenzen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) / IKT-Kompetenzen

    Definition: 

    Bezeichnet die Kompetenzen, die erforderlich sind, um Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wirksam einsetzen zu können.

    Anmerkung: 

    Die OECD schlägt in einem Bericht über IKT-Kompetenzen und Beschäftigung eine einfache Systematik zur Klassifizierung dieser Kompetenzen vor. Unterschieden werden:

    • professionelle IKT-Kompetenzen: Fähigkeit zum Einsatz hochentwickelter IKT-Instrumente und/oder zur Entwicklung, Reparatur und Erzeugung derartiger Instrumente;
    • anwendungsbezogene IKT-Kompetenzen: Fähigkeit zum Einsatz einfacher IKT-Instrumente in einem regulären Arbeitsumfeld (in Berufen, die nicht dem IT-Bereich zuzurechnen sind);
    • grundlegende IKT-Kompetenzen oder „IKT-Grundbildung“: Fähigkeit zum Einsatz von IKT zur Erledigung einfacher Aufgaben oder als Lernmittel.
    Quelle: 
    Cedefop, 2004; OECD, Lopez-Bassols, 2002.