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Glossar

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  • lebenslanges Lernen

    Definition: 

    Alles Lernen während des gesamten Lebens, das der Verbesserung von Wissen, Fähigkeiten, Kompetenzen und/oder Qualifikationen dient und im Rahmen einer persönlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen Perspektive erfolgt.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • lebensumspannendes Lernen

    Definition: 

    Jede formale, nicht formale oder informelle Lerntätigkeit in allen (d. h. persönlichen, sozialen bzw. beschäftigungsbezogenen) Lebensbereichen und während des gesamten Lebens.

    Anmerkung: 

    Das lebensumspannende Lernen ist eine Dimension des lebenslangen Lernens.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Lehrkraft / Lehrer

    Definition: 

    Eine Person, deren berufliche Aufgabe es ist, Lernenden einer Einrichtung der allgemeinen oder beruflichen Bildung Wissen, Know-how oder Fähigkeiten zu vermitteln.

    Anmerkung: 

    Eine Lehrkraft übernimmt unterschiedliche Aufgaben, beispielsweise die Organisation und Durchführung von Ausbildungsprogrammen bzw. -kursen und die Vermittlung von grundlegendem oder spezifischem sowie theoretischem oder praktischem Wissen bzw. Know-how. Bestimmte Lehrkräfte an beruflichen Schulen (die als „Fachlehrer für den fachpraktischen Unterricht“ bzw. als „Lehrer für Fachpraxis“ bezeichnet werden) erfüllen (teilweise) ähnliche Aufgaben wie die Ausbilder.

    Quelle: 
    Cedefop, 2004; AFPA, 1992.
  • Lehrlingsausbildung / Lehre

    Definition: 

    Systematisch aufgebaute Langzeitausbildung, die im Wechsel zwischen Bildungseinrichtung oder Ausbildungszentrum und Betrieb vermittelt wird. Der Lehrling schließt mit dem Arbeitgeber einen Vertrag und bezieht ein Arbeitsentgelt (Lohn oder Vergütung). Der Arbeitgeber ist verantwortlich dafür, dass der Lehrling eine Ausbildung erhält, die diesen für einen ganz bestimmten Beruf qualifiziert.

    Anmerkung: 
    • der französische Begriff „apprentissage“ bezeichnet zum einen die Lehrlingsausbildung / Lehre, zum anderen aber auch den Vorgang bzw. Prozess des Lernens als solches (vgl. die Definition des Begriffs „learning“);
    • das „duale System“ der Berufsausbildung in Deutschland ist ein Beispiel für die Lehrlingsausbildung.
    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • Leistungspunktesystem

    Definition: 

    Instrument, das mit dem Ziel entwickelt wurde, die Akkumulierung von Lernergebnissen zu unterstützen, die in einem formalen, nicht formalen oder informellen Kontext erzielt wurden, und ihre Übertragung von einem Kontext in einen anderen für die Validierung zu erleichtern. Ein Leistungspunktesystem kann festgelegt werden idem:

    • ein Programm der allgemeinen und beruflichen Bildung ausgearbeitet wird, dessen Bestandteilen (Module, Kurse, Praktika, Abschlussarbeiten usw.) Leistungspunkte (Credits) zugeordnet werden; oder
    • eine Qualifikation anhand von Einheiten von Lernergebnissen festgelegt wird, denen Leistungspunkte zugeordnet werden.
    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Lernen

    Definition: 

    Prozess, in dem eine Person Informationen, Ideen und Werte aufnimmt und sich auf diese Weise Wissen, Know-how, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen aneignet.

    Anmerkung: 
    • der Lernprozess entsteht durch selbstständiges Reflektieren, Rekonstruieren sowie durch soziale Interaktion;
    • Lernen kann im formalen, nicht formalen oder informellen Kontext stattfinden.
    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Lernen durch Anwendung / Anwendungslernen / Learning-by-using

    Definition: 

    Bezeichnet Lernen mit oder ohne vorherige Anleitung durch die wiederholte Anwendung von Werkzeugen bzw. Geräten oder Anlagen.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Lernen durch Praxis / Praxislernen / Learning-by-doing

    Definition: 

    Lernen mit oder ohne vorherige Anleitung durch wiederholtes Durchführen einer bestimmten Arbeitsaufgabe.

    oder

    Lernen durch Veränderung der geistigen Ressourcen, die aus der Konfrontation mit der Realität herrührt und zu neuen Kenntnissen und Fertigkeiten führt.

    Anmerkung: 

    learning by doing is also referred to as experiential learning.

    Quelle: 
    Cedefop.
  • lernende Gemeinschaft

    Definition: 

    Eine Gemeinschaft, die durch die Entwicklung wirksamer lokaler Partnerschaften in allen ihren Bereichen eine Lernkultur umfassend fördert und Einzelpersonen und Organisationen beim Lernen unterstützt bzw. zum Lernen anregt.

    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • lernende Organisation

    Definition: 

    Eine Organisation, in der jeder lernt und sich durch das Arbeitsumfeld weiterentwickelt – zum eigenen und zum gegenseitigen Nutzen und zum Nutzen des gesamten Unternehmens. Diese Aktivitäten werden bekannt gemacht und anerkannt.

    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • lernende Region

    Definition: 

    Eine Region, in der die Interessengruppen mit dem Ziel zusammenarbeiten, dem lokalen Lernbedarf gerecht zu werden und Ressourcen zu teilen, um gemeinsame Lösungen zu erarbeiten.

    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus Cedefop, 2004.
  • Lernergebniseinheit (ECVET)

    Definition: 

    Teil einer Qualifikation, bestehend aus einem kohärenten Satz von Kenntnissen, Fertigkeiten und Kompetenzen, der bewertet und validiert werden kann;

    oder

    Gesamtheit von Kenntnissen, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen, die einen zusammenhängenden Bestandteil einer Qualifikation bilden. Eine Einheit kann der kleinste Teil einer Qualifikation sein, der bewertet, übertragen und eventuell zertifiziert werden kann. Eine Einheit kann sich auf eine oder auf mehrere Qualifikationen beziehen.

    Anmerkung: 

    Die Merkmale von Lernergebniseinheiten (Inhalt, Größe, Gesamtzahl der Einheiten, die zusammen eine Qualifikation ergeben usw.) werden von der für die Qualifikation auf der entsprechenden Ebene zuständigen Stelle definiert. Die Definition und Beschreibung der Lernergebniseinheiten kann je nach Qualifikationssystem und Verfahrensweisen der zuständigen Stelle variieren. Das ECVET-System sieht für jede Einheit jedoch folgende Mindestangaben vor:

    • den Titel der Lernergebniseinheit;
    • die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die in dieser Einheit enthalten sind;
    • die Kriterien für die Bewertung der entsprechenden Lernergebnisse.
    Quelle: 
    Europass CV online tool - usability study
  • Lernergebnisse

    Definition: 

    Gesamtheit der Kenntnisse, Fähigkeiten und/oder Kompetenzen, die eine Person nach Durchlaufen eines formalen, nicht formalen oder informellen Lernprozesses erworben hat und/oder umzusetzen bzw. anzuwenden in der Lage ist.

    oder

    Aussagen darüber, was ein Lernender weiß, versteht und in der Lage ist zu tun, nachdem er einen Lernprozess abgeschlossen hat. Sie werden als Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen definiert.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008; European Parliament and Council of the European Union, 2008.
  • Lernförderer

    Definition: 

    Jede Person, die den Erwerb von Wissen und Kompetenzen durch die Schaffung eines günstigen Lernumfelds fördert, einschließlich Lehrern, Ausbildern, Betreuern oder Beratern. Der Lernförderer berät den Lernenden während des gesamten Lernprozesses durch Leitlinien, Rückmeldungen und Ratschläge und hilft bei der Weiterentwicklung von Wissen und Kompetenzen.

    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • Lerninhalt / Lernstoff / Unterrichtsstoff

    Definition: 

    Bezeichnet die Summe aller Stoffe und Aktivitäten, die dem Einzelnen oder einer Gruppe von Lernenden im Rahmen einer Bildungs- bzw. Ausbildungsmaßnahme vermittelt und abverlangt werden.

    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus EuropeanTtraining Foundation, 1997