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Glossar

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  • Sektor

    Definition: 

    Eine Gruppe von Unternehmen, die der gleichen wirtschaftlichen Haupttätigkeit nachgehen (z. B. Chemie).

    oder

    Eine Kategorie horizontaler beruflicher Tätigkeiten (z. B. Marketing), die in verschiedenen Unternehmen ausgeübt werden.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008; European Parliament and Council of the European Union, 2008.
  • sonderpädagogische Förderung

    Definition: 

    Bildungsangebote und pädagogische Förderung, mit denen den besonderen Bedürfnissen von behinderten Kindern oder Kindern entsprochen werden soll, die aus zahlreichen Gründen, die bekanntermaßen eine ideale schulische Entwicklung behindern, schulisch versagen.

    Anmerkung: 

    Der Begriff „sonderpädagogische Förderung“ (im Englischen: special needs education) hat den früheren Begriff „Sonderschulunterricht“ (im Englischen: special education) abgelöst. Der frühere Begriff bezeichnete im Wesentlichen die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen in Sonderschulen oder speziellen Bildungseinrichtungen außerhalb des regulären Schul- und Hochschulsystems. Heute wird jedoch in vielen Ländern ein Großteil der behinderten Kinder und Jugendlichen in Einrichtungen des regulären Systems unterrichtet und ausgebildet.

    Quelle: 
    leicht verändert übernommen aus Unesco, 1997.
  • soziale Inklusion

    Definition: 

    Die Eingliederung von Einzelpersonen oder Personengruppen in die Gesellschaft, als Bürger oder als Mitglieder verschiedener öffentlicher sozialer Netzwerke. Soziale Inklusion hängt grundlegend mit der Eingliederung in den Arbeitsmarkt und wirtschaftlicher Eingliederung zusammen.

    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • sozialer Dialog

    Definition: 

    Bezeichnet einen Prozess des Austauschs zwischen den Sozialpartnern zur Förderung der gegenseitigen Konsultation und der Tarifverhandlungen.

    Anmerkung: 
    • ein sozialer Dialog ist in Form eines zweiseitigen Dialogs (zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern) oder eines dreiseitigen Dialogs möglich (an dem dann auch staatliche Stellen und / oder Vertreter der Zivilgesellschaft, NRO usw. beteiligt sind);
    • ein sozialer Dialog kann auf unterschiedlichen Ebenen stattfinden (auf betrieblicher / sektoraler / sektorenübergreifender sowie auf lokaler / regionaler / nationaler / länderübergreifender Ebene);
    • auf internationaler Ebene ist der soziale Dialog – abhängig von der Zahl der beteiligten Länder – bilateral, trilateral oder multilateral.
    Quelle: 
    Cedefop, 2004.
  • sozialer Zusammenhalt / gesellschaftlicher Zusammenhalt

    Definition: 

    Umfang, in dem unterschiedliche Gruppen in einer Gesellschaft zusammenleben und gemeinsame Werte teilen können.

    Anmerkung: 
    • Voraussetzung für sozialen oder gesellschaftlichen Zusammenhalt ist ein geringes Maß an sozialer Ausgrenzung, die Zusammenarbeit der verschiedenen Gemeinschaften sowie Solidarität zwischen den Gemeinschaften und gesellschaftlichen Gruppen;
    • Sozialer Zusammenhalt bemisst sich nicht allein an wirtschaftlicher Homogenität (Beschäftigungsquote, Lohn- und Gehaltsniveau, Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohnung), sondern hängt auch mit dem Grad an sozialer Inklusion zusammen;
    • Jenson (1998) zeigt fünf Dimensionen des sozialen Zusammenhalts auf:
      • Zugehörigkeit – Isolation (gemeinsame Werte, Identität, Solidargefühl);
      • Inklusion – Exklusion (Zugang zu Wohlstand);
      • Teilhabe – Nicht-Teilhabe (an der Zivilgesellschaft);
      • Anerkennung – Ablehnung von Andersartigkeit (in einer pluralistischen Gesellschaft);
      • Legitimität – fehlende Legitimität (Vertrauen zu und Achtung der Institutionen).
    Quelle: 
    Cedefop, 2008; Jenson, 1998.
  • Sozialpartner

    Definition: 

    Bezeichnet die Arbeitgeberverbände und die Gewerkschaften, welche die zwei Parteien des sozialen Dialogs bilden.

    Anmerkung: 
    • Das Konzept der „Sozialpartner“ entstand zunächst in Frankreich und Deutschland und entwickelte sich dann zum Bestandteil der Begrifflichkeit auf EU-Ebene;
    • Der dreiseitige soziale Dialog bezieht auch Behörden und/oder Vertreter der Zivilgesellschaft, NRO usw. ein.
    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • spezifische bzw. berufliche Fähigkeiten und/oder Fach-/Sachkenntnisse

    Definition: 

    Bezeichnet die Fähigkeit, berufliche Aufgaben durchzuführen und Probleme zu lösen.

    Quelle: 
    Cedefop; European Parliament and Council of the European Union, 2008.
  • Standard

    Definition: 

    Reihe von Faktoren, die inhaltlich von den betroffenen Akteuren gemeinsam festgelegt werden.

    Anmerkung: 

    dem System lassen sich verschiedene Arten von Standards oder Normen unterscheiden:

    • Kompetenzstandard bezieht sich auf die Beschreibung von Kenntnissen, Fähigkeiten/Fertigkeiten und/oder Kompetenzen in Verbindung mit der Ausübung einer bestimmten Tätigkeit;
    • Bildungsstandard bezieht sich auf die Beschreibung von Lernzielen, den Inhalt von Curricula, Zugangsvoraussetzungen sowie auf die für das Erreichen von Lernzielen benötigten Ressourcen;
    • Standard für Berufsqualifikationen bezieht sich auf die Beschreibungen von Aktivitäten und Aufgaben in Verbindung mit einer bestimmten Tätigkeit und deren Ausübung;
    • Bewertungsstandard bezieht sich auf die Beschreibung der zu bewertenden Lernergebnisse sowie auf die verwendeten Kriterien;
    • Validierungsstandard bezieht sich auf die Beschreibung des Anforderungsniveaus, das von der bewerteten,• Person erreicht werden soll, sowie auf die verwendeten Kriterien;
    • Zertifizierungsstandard bezieht sich auf die Regeln, die für die Erlangung eines Zertifikats, Diploms oder Zeugnisses gelten, sowie auf die verliehenen Rechte.,

    Gemäß dem System können diese Standards separat festgelegt werden oder Teil eines Gesamtdokuments sein.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.