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Glossar

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  • Weg der allgemeinen oder beruflichen Bildung / Zweig der allgemeinen oder beruflichen Bildung

    Definition: 

    Zusammengehörige Programme der allgemeinen oder beruflichen Bildung, die von Schulen, Ausbildungseinrichtungen, Hochschuleinrichtungen oder Berufsbildungsanbietern angeboten werden und durch die die Entwicklung einer Person innerhalb eines Bereichs oder der Übergang zwischen verschiedenen Bereichen erleichtert wird.

    Quelle: 
    Cedefop, 2008.
  • Wissen

    Definition: 

    Das Ergebnis der Aufnahme von Informationen durch Lernen. Wissen ist das Gerüst von Tatsachen, Grundsätzen, Theorien und Verfahren, das zu einem Studien- oder Arbeitsbereich gehört.

    Anmerkung: 

    Es sind zahlreiche Definitionen von Wissen vorhanden. Die modernen Konzeptionen des Wissensbegriffs gehen jedoch im Allgemeinen von einer Reihe grundlegender Unterscheidungen aus:

    • Aristoteles trifft eine Unterscheidung zwischen theoretischer und praktischer Logik. In Anlehnung an diese Opposition wird in der modernen Theoriebildung (Alexander et al., 1991) zwischen deklarativem (theoretischem) und prozeduralem (praktischem) Wissen unterschieden.
      • Zum deklarativen Wissen zählen Assertionen über bestimmte Ereignisse, Sachverhalte und empirisch fundierte Generalisierungen sowie das Verständnis der grundlegenden Wirkungszusammenhänge, welche die Realität kennzeichnen.
      • Prozedurales Wissen umfasst heuristisches Wissen, Methodenkenntnisse, Planung, Vorgehens- und Verfahrensweisen, Arbeitsroutinen, strategisches und taktisches Wissen und die Kenntnis von Techniken und „Kniffen“ (Ohlsson, 1994);
    • es sind unterschiedliche Formen des Wissens zu unterscheiden, die Ausdruck verschiedenartiger Wege sind, sich Kenntnisse über die Welt anzueignen. Es wurden zahlreiche Versuche unternommen, einschlägige Systematiken zu erstellen; besonders häufig scheint man sich dabei auf folgende Kategorien zu stützen:
      • objektives (naturbezogenes bzw. wissenschaftliches) Wissen; Bezugspunkt für die Bewertung dieses Wissens sind gesicherte Erkenntnisse;
      • subjektives (literarisches/ästhetisches) Wissen; Bezugspunkt für die Bewertung dieses Wissens ist Authentizität;
      • moralisches (zwischenmenschliches/normatives) Wissen; Bezugspunkt für die Bewertung dieses Wissens ist die Akzeptanz durch die Gemeinschaft (richtig/falsch);
      • religiöses/geistliches Wissen; Bezugspunkt für die Bewertung dieses Wissens ist eine göttliche Instanz (Gott).

    Diese grundlegende Wissensauffassung prägt die Fragen, die wir stellen, die Methoden, die wir anwenden, und die Lösungen, die wir erarbeiten, um unser Wissen zu erweitern.

    • Wissen umfasst gleichermaßen implizites, nur mittelbar zum Ausdruck kommendes Wissen – „tacit knowledge“ – und explizit gemachtes Wissen – „explicit knowledge“.
      • „Tacit knowledge“ (Polanyi, 1966) bezeichnet Wissen, über das der Lernende verfügt und welches auf dessen kognitive Prozesse einwirkt, dabei aber nicht notwendigerweise zum Ausdruck kommen bzw. dem Lernenden bewusst sein muß.
      • „Explicit knowledge“ bezeichnet Wissen, das der Lernende einer bewussten Überprüfung unterziehen kann; hierzu zählt auch implizites Wissen – „tacit knowledge“ -, welches, indem es zur Herausbildung eines „gedanklichen Objekts“ (Prawat,1989) führt, explizite Form annimmt.
    Quelle: 
    Cedefop, 2008; European Parliament and Council of the European Union, 2008.
  • Wissensgesellschaft

    Definition: 

    Eine Gesellschaft, deren Prozesse und Verfahren auf der Erzeugung, Verbreitung und Anwendung von Wissen basieren.

    Quelle: 
    Cedefop, 2001 in European Commission, 2001.